Paul von Hindenburg

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Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg (2.10.1847 - 2.8.1934) war deutscher Militär und Politiker. Er bekam die Ehrenbürgerwürde der Stadt Göttingen am 2. Oktober 1917 verliehen.

Hindenburg wurde am 2. Oktober 1847 in Posen als Sohn des preußischen Offiziers und Gutsbesitzers Hans Robert Ludwig von Beneckendorff und von Hindenburg und seiner bürgerlichen Ehefrau Luise Schwickart geboren. Er besuchte 1859-1866 die Kadettenanstalt in Wahlstatt (heute Legnickie Pole, Polen) und ab 1863 die Hauptkadettenanstalt in Berlin.

1866 wurde Hindenburg Leutnant, kämpfte 1870/71 im Deutsch-Französischen Krieg und repräsentierte sein Garderegiment bei der Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles. 1873-1876 besuchte er die Kriegsakademie in Berlin, worauf er in den Großen Generalstab berufen und 1878 zum Hauptmann ernannt wurde.

1879 heiratete Hindenburg Gertrud von Sperling. 1881 wurde er zum Major befördert und zehn Jahre später zum Oberstleutnant. 1894 wird Hindenburg Oberst, 1896 Chef des Generalstabes des VIII. Armee-Korps in Koblenz und im folgenden Jahr wurde er zum Generalmajor ernannt. 1900 wurde er Generalleutnant und Kommandeur der 28. Division in Karlsruhe und fünf Jahre darauf kommandierender General des IV. Armee-Korps in Magdeburg.

Im ersten Weltkrieg wurde Hindenburg vier Tage nach seiner Ernennung zum Oberbefehlshaber der 8. Armee 1914 bei der Schlacht bei Tannenberg zum Generaloberst befördert. 1914 wurde er Oberbefehlshaber Ost und einen knappen Monat später Generalfeldmarschall.

Nach dem ersten Weltkrieg trat Hindenburg 1919 in den Ruhestand. Am 26. April 1925 wurde Paul von Hindenburg zum Reichspräsidenten gewählt. Hindenburg regierte ab 1930 durch Präsidialkabinette und Notstandsverordnungen. 1932 wurde er dennoch für weitere sieben Jahre ins Amt gewählt, da alle demokratischen Parteien verhindern wollten, dass Adolf Hitler Reichspräsident wird.

Am 30. Januar 1933 berief Hindenburg Hitler zum Reichskanzler, löste am 1. Februar 1933 den Reichstag auf und stimmte dem am 23. März 1933 verabschiedeten Ermächtigungsgesetz zu, womit er Hitlers Weg zur absoluten Kontrolle über die politischen Verhältnisse Deutschlands ebnete.

Paul von Hindenburg starb am 2. August 1934 auf Gut Neudeck in Ostpreußen. Er wurde auf Betreiben Hitlers im Denkmal der Schlacht bei Tannenberg beigesetzt. Hitler vereinigte am 19. August 1934 die Ämter des Reichskanzlers und des -präsidenten auf seine Person..