Petra Siebert

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Hat bei der Fernsehshow „Der klügste Deutsche“ das Halbfinale erreicht: Petra Siebert, hier neben Moderator Kai Pflaume.

Petra Siebert ist Lehrerin für Englisch und Kunst am Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen. 2011 nahm sie an der Fernsehshow „Der klügste Deutsche“ im Ersten teil.

Göttinger Lehrerin macht den TV-Wissenstest

Sie wollte „Der klügste Deutsche“ werden – und schaffte es bis ins Halbfinale der gleichnamigen Fernsehshow im Ersten: Petra Siebert aus Göttingen. Die 56-jährige Lehrerin für Englisch und Kunst am Otto-Hahn-Gymnasium nahm das Ausscheiden in der Wissensshow mit Kai Pflaume am Sonnabend jedoch gelassen. „Für mich stand der Sportsgeist im Mittelpunkt“, sagte sie gegenüber dem Tageblatt. Etwas ärgere sie sich aber schon: „Klar wäre ich gerne weitergekommen.“


Vor zehn Jahren hatte Siebert bereits bei „Deutschlands klügste Lehrer“ auf RTL mitgemacht. „Jetzt wollte ich es noch einmal versuchen“, sagte sie. Schließlich interessiere sie sich sehr für Quizsendungen und Gehirnjogging. „Ich sammle im Gehirn einfach so viele Dinge. Und ich möchte zeigen, was ich da in meinem Kopf so alles gesammelt habe“, begründete sie ihre Bewerbung. Bis zur Show war es aber noch ein langer Weg.

Beim ersten Casting in Hannover habe sie „ziemlich gut abgeschnitten“, erinnerte sich Siebert. In der zweiten Runde in Berlin Ende August lief es noch besser. Einige Wochen später meldete sich das ZDF und schickte ein Filmteam nach Göttingen, um sie und ihr Umfeld zu filmen. Vor ihrer Klasse überbrachte ihr dann ausgerechnet ein Schüler die gute Nachricht: eine Videobotschaft von Kai Pflaume, der sie zum Halbfinale einlud. Das Fernsehteam war natürlich auch hier hautnah dabei.

Die Show sei dann einfach ein tolles Erlebnis gewesen, erinnert sich Siebert. „Es war alles sehr nett gemacht“, besonders Kai Pflaume „hat nett mit uns gequatscht. Der wusste von jedem alles.“ Dann aber wurde es ernst. Zum Glück sei ihr Mann Rainer immer an ihrer Seite gewesen, sagte Siebert, die sich in der Sendung achtbar schlug, am Ende aber vom Publikum nicht ins Finale gewählt wurde. „Im ersten Moment habe ich schon ein bisschen geschluckt“, erinnert sich die Lehrerin an diesen Moment. „Es war aber eine witzige Erfahrung.“ Sie sei stolz auf das, was sie erreicht habe. Viele Freunde und Verwandte hätten sich schon gemeldet. Ihre Nichte sei besonders traurig gewesen. „Du bist die klügste Deutsche“, habe sie gesagt. „So werden es viele meiner Schüler auch sehen. Die werden mich alle trösten“, glaubt Siebert.

Einmal will sie sich auf jeden Fall noch beweisen: bei Günther Jauch. „Da würde ich gerne noch mal hin“, sagte sie. „Jetzt reicht es aber erst mal mit der ganzen Aufregung.“

Göttinger Taeblatt, Andreas Fuhrmann