Pfadfinder – der Stamm Göttingen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pfadfinder.jpg

Im Jahr 1931 wurde der Pfadfinderstamm in Göttingen gegründet. Schon von Anfang an ist ein zentraler Punkt unseres pfadfinderischen Tuns das schützenswerte Umgehen mit den Ressourcen der Welt, in der wir leben. Aber auch, um in dieser Welt leben und bestehen zu können, sind Verhaltenweisen einzuüben und stets das Kennen und Können zu perfektionieren. Der Stamm hat derzeit ca. 80 Mitglieder und gliedert sich in vier Altersstufen. Unsere Jüngsten, die Wölflinge, beginnen im 8. Lebensjahr, Jungpfadfinder werden sie ab dem 11. Lebensjahr und ab dem 14. Lebensjahr sind sie dann Pfadfinder. Rover wird man ab dem 17. Lebensjahr. Alle Gruppen werden von gut ausgebildeten, erwachsen Gruppenleitern geführt. Anfangs als reiner Jungenverband gegründet, haben wir ab Mitte der 70-er Jahre die sogenannte koedukative Gruppenarbeit. Jungen und Mädchen aller Altersstufen arbeiten gemeinsam an ihren Projekten und Unternehmungen.

Wie der Kontakt nach Holzerode zustande kam

Da die Gruppen viel auf Fahrt gehen, lernen unsere Kinder und Jugendlichen zwangsläufig etwas von der Umgebung kennen. Allerdings etwas anders als bei geführten und betreuten Ferienmaßnahmen. Von Göttingen aus haben bereits in den 50-er Jahren Gruppen am Hünstollen, im Weißwassertal und an der Leisenberger Kirche gezeltet. Auch trugen wir schon im Jahr 1975 auf dem damals noch aktuellen Sportplatz der Gemeinde Holzerode am Osterholz ein Fußballturnier aus. Auf der Wiese am nahen Eichenhochwald stellten wir unsere Zelte auf. Als wir dies im Sommer 1976 wiederholten, hörten wir davon, dass dieser schön gelegene Sportplatz aufgegeben wird. Der Platz könnte uns auch gefallen, dachten wir. Nach den Sommerferien nahmen wir mit Herrn Förster Pösse – damals gab es in Holzerode noch eine Revierförsterei – Kontakt in dieser Sache auf. Durch seine positive Förderung gelang es uns, diesen Platz vom Land Niedersachsen für unsere Zwecke zu pachten. Nun machten wir uns auf, diesen für die Pfadfinderarbeit einzurichten. Naturnah sollte es werden. Die Stadtkinder und Jugendlichen sollten hier eine Chance bekommen, sich in der Natur zurecht und zuhause zu finden. Das ist uns – denke ich – heute nach fast 30 Jahren in der Rückschau gut gelungen. Besonderer Dank gilt dem Schützenverein in Holzerode. Hier hat sich über Jahre eine vertrauensvolle schöne Nachbarschaft entwickelt. Aber auch zu vielen Bewohnern der Gemeinde konnten die Pfadfinder Kontakt aufbauen. So weiß man wie die Milch vom Bauern Vogel schmeckt und was ein „Kolonialwarenladen“ ist. Wir lernten auch das Wort „Feldmarkinteressentenschaft“ kennen und was es bedeutet. So beteiligten wir uns mit einer für unsere Verhältnisse angemessenen Summe am Ausbau des Weges zum Osterholz. In den vergangen Jahren haben mehrere Tausend Kinder und Jugendliche das schöne Zelt- und Freizeitgelände in der Gemarkung Holzerode kennen und schätzen gelernt. Wir fühlen uns in dieser Umgebung und in der Akzeptanz der Holzeröder“ sehr wohl. Somit ist diese „gemeinsame“ Zeit der Göttinger Pfadfinder in und um Holzerode herum zwar noch sehr kurz im Vergleich zu dem Jubiläumsalter von Holzerode, aber für einen Jugendverband schon ganz schön ausdauernd. Der „Stamm Göttingen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg“ ist seit 1976 – mit seinem Zelt- und Freizeitgelände in der Gemarkung Holzerode – sehr mit dem Ort und seinen Einwohnern verbunden. Wir danken allen für die über so viele Jahre währende Gastfreundschaft.

Die DPSG betreibt auch einen Stamm in Duderstadt und einen in Gieboldehausen.


Paddeltour 2012

Einige Paddler sind nass geworden, aber keiner ist gekentert: Pfadfinder machen Kanu-Tour auf der Rhume.

Die DPSG hat in dieser Woche Besuch aus Israel. 16 Jugendliche und zwei Gruppenleiter aus Shaafa Amr in der Nähe von Nazareth zelten in Gieboldehausen.

Nachdem die Gruppen das Zeltlager aufgebaut und die erste Nacht geschlafen hatte, schnappten sich die Jugendlichen am folgenden Morgen – unter Leitung der Gruppenführer – Kanus und paddelten los.

„Es ist toll hier, wir haben jede Menge Spaß. Ich könnte mein ganzes Leben hier verbringen“, schwärmte Wael Nakhleh. Der 16-Jährige hat schon am zweiten Tag in Gieboldehausen Freundschaften geschlossen. „Wir kommen super mit den Deutschen aus und lernen die Kultur und die Traditionen kennen“, ergänzte Elias Armaly (16). Das Essen sei zwar etwas gewöhnungsbedürftig, das wechselhafte Wetter störe die beiden jedoch nicht.

„Einem Pfadfinder ist egal, welches Wetter herrscht“, sagten die beiden Jungs unisono. Die Mehrheit der 16 arabisch-stämmigen Christen spricht englisch. Auf dem Zeltplatz übersetzt der 30-jährige Gieboldehauser Ahmad El Batal, wenn es nötig wird. „Wir kommunizieren aber auch mit Händen und Füßen“, erklärte Swantje Weber, die seit zehn Jahren Pfadfinderin bei der DPSG ist.

Die 18-Jährige saß am Dienstag mit zwei paddel-unerfahrenen Israelis im Boot, das die Rhume bezwang. „Es war anstrengend, aber wir sind nicht umgekippt.“ Ganz im Gegensatz zu den Profis. „Es war nicht die klügste Entscheidung, während der Fahrt die Plätze im Boot zu tauschen“, erklärte Keufner und lachte. Er gehörte zu einer Gruppe von zwölf Erwachsenen, die im vergangenen Jahr Israel besucht hatte und Kontakt zu der Gruppe aufnahm. „Die generelle Verbindung nach Israel besteht schon seit Jahrzehnten, wir haben diese wieder aufgefrischt.“ Der Besuch der Pfadfindergruppe in Gieboldehausen ist der erste Jugendbesuch, weitere sollen folgen. „Wir versuchen, einen Gegenbesuch in Israel zu organisieren“, sagt Keufner. Völkerverständigung sei das Ziel.

Auf dem Programm in Gieboldehausen steht eine Radtour zum Grenzlandmuseum, ein Ausflug auf den Brocken und die Teilnahme am Schützenumzug. Außerdem reisen die Pfadfinder gemeinsam nach Berlin, in den Heidepark und besuchen das Konzentrationslager Bergen Belsen. „Bisher läuft es sehr gut. Wir lernen viel und schließen Freundschaften“, fasste der israelische Gruppenleiter Bassam Abboud (21) die ersten Eindrücke zusammen.


Jahrestreffen 2010

Der Pfarrer, Bürgerrechtler und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Rainer Eppelmann wird voraussichtlich über Pfingsten Gast in der Familienferienstätte auf dem Pferdeberg sein. Eingeladen worden ist er vom Bundesverband der Freunde und Förderer der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Ihr Jahrestreffen im Eichsfeld steht unter dem Studienthema „20 Jahre Deutsche Einheit“.

Vom 21. bis 25. Mai ist das Treffen in der Familienferienstätte geplant. Zirka 120 Mitglieder und Gäste aus ganz Deutschland werden erwartet.

Eine erweiterte Vorstandssitzung fand kürzlich in der Ferienstätte statt. Anton Markmiller, Vorsitzender des Fördervereins des Diözesanverbandes Hildesheim, hatte die örtlichen Pfadfinderstämme eingeladen, um Ideen für das Programm und Unterstützung für das Bundestreffen abzusprechen. So waren Duderstädter, Gieboldehäuser und Niederorschler Pfadfinderleiter angereist, um ihre Hilfe anzubieten.

Wie Heinz Nickel aus Gieboldehausen berichtet, sollen am Pfingstsonntagmorgen mehrere Stadtführungen in Duderstadt unter verschiedenen Themen angeboten werden. Um 12 Uhr ist ein gemeinsames Mittagessen auf dem Gieboldehäuser Pfadfindergelände geplant.

Anschließend fahren die Teilnehmer zu einem Pfingstgottesdienst nach Bischofferode, wo die Niederorschler ein Pfingstlager durchführen.

Die Freunde und Förderer sind eine Lobby für die Pfadfinderschaft St. Georg in Kirche und Gesellschaft. Die Mitglieder des Bundesverbands sind ehemalige Bundes- und Diözesanvorsitzende und Leiter aus den Stämmen und Bezirken aus der gesamten Bundesrepublik.

Während des Vorbereitungstreffens in Duderstadt gab es eine Wiedersehensfreude zwischen Winfried Kurrath und Heinz Nickel, die zusammen 1967 an dem Weltjamboree in Idaho in den USA teilnahmen sowie Reinhard Wüstefeld aus Gieboldehausen und Anton Markmiller, die zusammen 1964 in Dahome in Afrika unterwegs waren.

Weblinks

Wenn Sie noch mehr über uns wissen möchten, informieren Sie sich unter Pfadfinder Göttingen.

Quelle

Autor: Manfred Reddig