Presseseite vom Rettungshubschrauber Christoph 44

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Christoph 44

Hier finden Sie alle Presseartikel über den Rettungshubschrauber Christoph 44.


Göttinger Retter-Team fliegt 40 000 Einsätze

Die Göttinger Luftretter: Notarzt Markus Roessler, Pilot Karl-Heinz Weichert, Rettungsassistent Arno Wickmann (v. l.).

Montag, 11. Juni, 12.07 Uhr: Eine Alarmierung erreicht die Göttinger Station der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF). Acht Minuten später ist der Rettungshubschrauber Christoph 44 als erstes Rettungsmittel vor Ort. Der Notfall bedeutete den 40 000 Einsatz seit Gründung der DRF Station im Juli 1980.

In Bischhagen bei Gleichen verletzte sich ein 79-jähriger Mann in seinem Garten, als seine Hand bei der Holzverarbeitung in eine Kreissäge geriet. Notarzt Markus Roessler vom Göttinger Universitätsklinikum und Rettungsassistent Arno Wickmann von der Göttinger Berufsfeuerwehr versorgten die offenen Wunden des Patienten, verabreichten ihm ein Schmerzmittel und flogen ihn dann nach Halle.

„Der Patient musste dringend von Spezialisten operiert werden. Daher entschieden wir uns, ihn in die auf Handchirurgie spezialisierte Klinik zu fliegen“, berichtet der Pilot Karl-Heinz Weichert. Um 13.20 Uhr wurde der Mann an die Chirurgen übergeben. Der Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44 war im vergangenen Jahr 1435 Mal im Einsatz. Das Einsatzgebiet der Göttinger Luftretter umfasst die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode am Harz.

Eingesetzt wird der Hubschrauber außerdem von den Leitstellen Kassel, Holzminden, Höxter, Eichsfeld und Werra Meißner. Die gemeinnützige Organisation DRF ist an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark mit rund 50 Hubschraubern für Notfallrettung und Transport von Intensivpatienten einsetzbar.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 15. Juni 2012

Christoph 44 geht 1435-mal in die Luft

„Christoph 44“: Hier beim Tag der offenen Tür am Klinikum.

Viele Menschen verdanken ihm ihr Leben: Christoph 44, einem von zwei Rettungshubschraubern, die in Niedersachsen im Einsatz sind. Seit mehr als 31 Jahren ist Christoph 44 in Göttingen stationiert.

Im vergangenen Jahr startete er 1435-mal, wie aus der Jahreseinsatzstatistik der DRF-Luftrettung hervorgeht. Das sind exakt so viele Flüge wie im Jahr 2010.

Zu den häufigsten Alarmierungsgründen zählten Schlaganfälle und Herzinfarkte. Daneben gaben Brandverletzungen und Vergiftungen den Anlass für den Rettungsruf, in den Sommermonaten zudem verstärkt Motorradunfälle sowie allergische Reaktionen nach Wespenstichen. Unter den Patienten, die die schnelle Hilfe des Rettungshubschraubers benötigen, sind auch immer wieder Kinder. 2011 waren es laut Einsatzstatistik 82 Fälle, in denen Christoph 44 für kranke oder verletzte Kinder in die Luft ging.

Bundesweit setzt die DRF-Luftrettung an 28 Standorten Rettungshubschrauber ein. Das Einsatzgebiet von Christoph 44 umfasst die Landkreise Göttingen, Northeim, Osterode, außerdem Kassel, Holzminden, Höxter, Eichsfeld und Werra-Meißner. Maximal 15 Minuten benötigt Christoph 44, um vom Göttinger Uniklinikum die Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern zu erreichen.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 3. Februar 2012

Rettung: 1435 Einsätze für Christoph 44

1435-mal war der am Göttinger Uniklinikum stationierte Rettungshubschrauber im vergangenen Jahr im Einsatz. Das waren einige Einsätze weniger als im Vorjahr (1536) und damit etwa so viele wie 2008 und 2007 (1487 und 1490 Einsätze).

Fast immer, wenn die Maschine der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) abhebt, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. 60-mal wurde das Team auch für den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken alarmiert. An Bord des Hubschraubers sind immer ein Pilot der DRF, ein Rettungsassistent und ein Notarzt des Zentrums Anaesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin (Zari).

Verunglückte Motorradfahrer, Badeunfälle, verletzte Sportler – im Frühjahr und Sommer wurde der rot-weiße Hubschrauber fast täglich nach Freizeitunfällen alarmiert. Patienten, die nach einem Wespenstich allergische Schockreaktionen entwickelt oder sich bei Grillunfällen Verbrennungen zugezogen hatten, wurden ebenfalls medizinisch betreut. Schnelle Hilfe benötigten auch 195 Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten.

Karl-Heinz Weichert, Pilot in Göttingen, erinnert sich: „Zu Beginn des Jahres waren wir bei einem schweren Skiunfall im Harz im Einsatz. Der Skifahrer mit Schädel-Hirn-Trauma musste nach der notärztlichen Versorgung in eine Spezialklinik geflogen werden.“ Im Mai hob das Team zum 37 000. Einsatz ab – ein Motorradfahrer hatte sich bei einem Unfall schwere innere Verletzungen zugezogen. Im August wurde das 30-jährige Jubiläum des Hubschraubers am Klinikum gefeiert.

„Wir haben 2010 außerdem viele Stunden in die gemeinsame Ausbildung investiert“, sagt Markus Roessler, Oberarzt für Rettungsmedizin am Zari. Die Zusammenarbeit des Notfall-Teams an der Einsatzstelle muss schnell und professionell ablaufen. Das haben die fliegenden Mitarbeiter von Zari, DRF und Berufsfeuerwehr – die ebenfalls Rettungsassistenten stellt – in speziellen Trainings geprobt.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 21. Januar 2011


GPS statt Landkarte: 30 Jahre Christoph 44

1984: Die Bo 105 hebt nach einem Unfall-Einsatz ab.

Mehr als 37 400 Mal war er bereits über Göttingen in der Luft: Am Sonnabend, 21. August, feiert der Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44 seinen 30. Geburtstag.

Die Jet-Ranger-Maschine aus den Anfangstagen ist schon lange im Ruhestand. Statt mit einer Landkarte wird heute mit GPS navigiert, die Ausstattung des modernen Eurocopters ist die einer kleinen fliegenden Intensivstation. Nicht nur die Technik, auch die Arbeit der Besatzung hat sich in den vergangenen 30 Jahren massiv verändert.

Zwei, die schon seit Jahren als fliegende Retter unterwegs sind, sind Markus Roessler, Oberarzt am Zentrum Anäesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin des Klinikums (Zari) und Karl Gröling, Rettungsassistent der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF). „Früher haben wir einfach unsere Arbeit gemacht“, sagen die beiden. Heute gebe es Qualitätsmanagement, Audits, Ruhezeitenvorschriften und vieles mehr. Mehr Standarts aber dadurch auch mehr Sicherheit. „Die Anforderungen aber auch die Qualität sind exorbitant gestiegen“, sagt Gröling.

Etwas was sich ebenfalls verändert hat, ist das Verletzungsmuster von Unfallpatienten. In den vergangenen 30 Jahren sind Autos immer sicherer geworden. Dank Airbag, Anschnallpflicht und co. sehen Unfall-Patienten heute häufig weniger blutig aus. „Innerlich sind sie aber wie durch den Mixer gedreht“, sagt Roessler. Für die Notfallmediziner tückisch, Verletzungen können schneller übersehen werden.

Auch den fliegenden Rettern fällt bei ihrer Arbeit auf: Die Menschen werden immer älter. Häufig geht es heute zu Notfällen ins Altersheim oder zu sterbenden Krebspatienten. Arbeit, die auch den Profis nicht leicht fällt. Dass die Hilfe nicht immer Erfolg hat, oder eine Reanimierung manchmal keinen Sinn mehr macht, „das muss man aushalten können“, sagt Roessler. Ausstattung des Hubschraubers und Knowhow der Crew ermöglichen es, dass „wir heute medizintechnisch fast jeden fliegen können“, so der Mediziner.

Der Hubschrauber bringt den Notarzt in kürzester Zeit zum Patienten, etwa ein Drittel der Fälle sind Verletzungen, ein Drittel sind internistische Erkrankungen wie Herzinfarkte, ein Drittel neurologische wie Schlaganfälle. Immer häufiger werden heute Patienten statt mit dem Rettungswagen auch mit dem Hubschrauber in die Klinik gebracht. Früher wurde ein Herzinfarktpatient ins nächste Kreiskrankenhaus kutschiert, heute dürfen nur 90 Minuten vergehen, bis er per Herzkatheder in einer Spezialklinik behandelt wird. „Wir haben heute eine viel geringere Morbiditätsrate“, sagt Roessler – Patienten haben weniger schwere Spätfolgen. Medizin und Technik haben sich seit 1980 rasant entwickelt.

Die Flüge des Christoph-44-Teams gehen heute seit einigen Jahren über längere Distanz, Stadteinsätze werden seltener geflogen als noch in den 1990ern. „Die Zahl unserer Flüge ist in den letzten Jahren konstant geblieben, aber wir haben 25 Prozent mehr Strecke“, sagt Gröling. Und: „Wenn es nicht unbedingt sein muss, fliegen wir nicht mehr in bestimmte Stadtteile“, so die beiden Profis. Grund: Mangelnder Respekt der Schaulustigen. „Kürzlich ist ein Autofahrer mit seinem Wagen unter dem Rotor durchgefahren“, erinnert sich Roessler. Auch Kinder seinen dreist genug, unter dem Rotor durchzurennen und die Maschine zu belagern. Wenn die Helfer zum Patienten rennen, muss der Pilot den Hubschrauber bewachen. Die Maschine einfach abzustellen, das sei heute in der Stadt „völlig undenkbar“.

Ein bisschen wehmütig werden die beiden schon, als sie sich an alte Einsätze erinnern. Dank GPS ist navigieren leichter. Vielleicht fehlt aber manchmal der Hauch Abenteuer, der Improvisation so mit sich bringt: wenn im Schneesturm die Orientierung abhanden kam und der Pilot auf Tiefflug ging bis ein Straßenschild in Sicht – und damit die Orientierung zurück kam. Die Flieger nennen das „Fahrkarte holen“. Die brauchen sie heute nicht mehr.

Am Sonnabend, 21. August, findet von 10 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür am Hubschrauber-Standort an der Nordseite des Göttinger Universitätsklinikums statt. Es gibt Kinderprogramm, Vorführungen, Flugsimulator, Informationen und vieles mehr.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 20. August 2010


Hubschrauber fliegt seit 30 Jahren

Seit 30 Jahren fliegt er über Göttingen: Der am Universitätsklinikum stationierte Rettungshubschrauber Christoph 44 feiert in diesem Jahr Geburtstag.

Am Sonnabend, 21. August, wird deshalb ein Tag der offenen Tür organisiert. Auf dem Programm stehen zahlreiche Aktionen. Unter anderem informiert die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) über alles, was es über Christoph 44 zu wissen gibt. Es gibt eine Technikschau und Rettungsvorführungen.

Mit dabei sind alle Partnerorganisationen wie das Klinikum, die Berufsfeuerwehr, Kinder können helfen lernen oder Clown Arno zuschauen, die härtesten Feuerwehrmänner der Stadt präsentieren ihren Sport. Jahrelang war in Göttingen der Hubschrauber vom Typ Bo 105 im Einsatz, am Flugsimulator können Interessierte ausprobieren, wie man die Maschine fliegt.

Der Tag der offenen Tür findet von 10 bis 18 Uhr an der Hubschrauber-Station am Universitätsklinikum statt.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 6. August 2010

766 Einsätze: Darunter viele Kinderunfälle

766-mal ist der am Universitätsklinikum stationierte Rettungshubschrauber in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zum Einsatz geflogen. Darunter: Ungewöhnlich viele Unfälle mit Kindern. Göttingen (bib). Ob Autounfall, Herzinfarkt oder Schlaganfall: Der „Christoph 44“ genannte Hubschrauber der Luftrettung der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) bringt innerhalb kürzester Zeit einen Notarzt des Universitätsklinikums zum Patienten. Im ersten Halbjahr 2009 hob die Maschine dreimal mehr ab, als im Vergleichszeitraum 2008. Ungewöhnlich in diesem Jahr: „Wir hatten erstaunlich viele Kinderunfälle“, sagt Markus Roessler, Oberarzt am Zentrum Anaesthesiologie, Intensiv- und Rettungsmedizin des Klinikums. Allein im vergangenen Monat waren es fünf Einsätze, bei denen Kinder schwer verletzt wurden, so der Notarzt. In Schlucht gestürzt Dem schnellen Einsatz des Göttinger Teams hat auch ein achtjähriger Junge aus Nordhessen sein Leben zu verdanken. Bei einem Wandertag hatte sich der Grundschüler von der Hand einer Aufsichtsperson losgerissen und stürzte 15 bis 20 Meter in eine Schlucht. Das Kind schlug auf einer Steintreppe auf. „Die Verletzungen waren lebensbedrohlich“, sagt Notärztin Eva Maria Rollmann, die das Kind nach wenigen Minuten Flugzeit vor Ort versorgte. Knochenbrüche und Lungenverletzungen, der Zustand des Jungen war „sehr kritisch“, erinnert sie sich. Pilot, Rettungsassistent und Ärztin brachten den Achtjährigen im Hubschrauber ins Göttinger Klinikum. Und: „Er hat alles gut überstanden“, sagt Rollmann. Dass ein Sturz aus derartiger Höhe ohne gravierende Folgen blieb, das sei schon „unglaublich“. Der Großteil der täglichen Einsätze, die das Göttinger Hubschrauberteam fliegt, gilt allerdings internistischen Problemen – wie etwa Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Aber: „Durch den langen Winter hatten wir Anfang des Jahres viele Glatteisunfälle. Sobald es warm wird, verändert sich unser Einsatzspektrum. Häufig werden wir dann zu schweren Freizeitunfällen gerufen, zum Beispiel beim Radfahrern“, sagt DRF-Rettungsassistent Karl Gröling. „Christoph 44“ wird bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Dazu ist er täglich von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit und mit Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten besetzt. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Hubschrauber in maximal 15 Minuten erreichen. Er ist mit allen medizintechnischen Geräten ausgerüstet, die für die Patientenversorgung notwendig sind. Im März war die Besatzung des Göttinger Hubschraubers gerade auf dem Rückflug von einem Einsatz in Hildesheim, als ein Luftalarm sie nach Bartshausen bei Einbeck rief. Die Leitstelle dort hatte auf ihrem Rescue-Track-Bildschirm – ein neues System, dass die DRF mitentwickelt hat – sehen können, dass der Hubschrauber in der Nähe und einsatzbereit war. Die Besatzung konnte sehr schnell vor Ort sein und eine schwerverletzte Frau versorgen, die mit ihrem Auto frontal auf ein anders Fahrzeug aufgefahren war. „Die Notfallpatienten erhalten auf diese Weise noch schneller medizinische Hilfe“, sagt Gröling.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 27. Juli 2009


Christoph 44: mit neuem Logo zur Hausgeburt

Neues Logo, gleiche Arbeit: Notarzt Eike Nickel, Asisstent Karl Gröling und Pilot Ralph Günthner

Ab sofort fliegt der Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44 im neuen Gewand: Einer der ersten Einsätze mit neuem Logo ging in den östlichen Landkreis: Eine Frau bekam ein Baby – ganz allein zu Hause.

"Das ist schon sehr ungewöhnlich“, sagt Karl Gröling, Rettungsassistent der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) und Mitglied der Hubschrauber-Crew. Kurz nachdem die Leitstelle der Feuerwehr den Einsatz gemeldet hat, war das Team aus Notarzt, Pilot und Assistent schon in der Luft. Eine Frau, die ganz allein zu Hause ein Baby entbindet – das hat Gröling noch nicht erlebt. „Die 28-jährige Mutter wurde wohl von der Geburt überrascht“, sagt er. Als das Team in der Wohnung der jungen Frau ankam, war das Baby schon so gut wie auf der Welt. Mediziner und Assistent versorgten Mutter und den neugeborenen Sohn. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht und beide sind wohlauf. Der ungewöhnliche Einsatz war einer der ersten mit einer neu lackierten Maschine. Seit wenigen Tagen fliegt Christoph 44 im neuen Gewand, bekommen hat der Eurocopter den neuen Look bei einem Routinecheck in der Werft. Der Hubschrauber sieht anders aus, die Arbeit ändert sich nicht. „Das neue Logo beinhaltet unseren Namen und signalisiert, was wir tun und“ so Stefanie Klapp von der DRF. Die stilisierten Flügeln stehen für „Gradlinigkeit und Schnelligkeit“.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 19. Februar 2009

Rekord: Chris 44 länger in der Luft als je zuvor

Im vergangenen Jahr war der Rettungshubschrauber 1478-mal im Einsatz. Das sind drei Flüge weniger als im Vorjahr. Aber: Mit mehr als 463 Stunden Flugzeit war die Maschine der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) so lange in der Luft wie nie zuvor. Jeden Tag sind das rund 250 Kilometer Strecke. Der Grund für die gestiegene Flugzeit sind Flüge zu weiter entfernten Einsatzorten. Der Trend zum Langstreckenflug sei unter anderem in den modernen Therapie-Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften begründet. Beispiel: Eine Leitline für den akuten lebensbedrohlichen Herzinfarkt empfiehlt, den Patienten sofort in ein kardiologisches Zentrum wie das Göttinger Universitätsklinikum zu fliegen. Vom ersten Arztkontakt bis zum Herzkatheter sollen laut Leitlinie nicht mehr als 90 Minuten verstreichen. In entfernten Orten geht das nur per Hubschrauber. Früher wurden Patienten meist zuerst in ein Regionalkrankenhaus gebracht und später verlegt. Heute bringt Christoph 44 Notärzte in kürzester Zeit nach Eschwege, Seesen oder Heiligenstadt. Was für Herzinfarkt oder Schlaganfall gilt, gilt auch für Unfallopfer. Nach den Leitlinien des auf Initiative der Göttinger Unfallchirurgie gegründeten Traumanetzwerks sollten Patienten innerhalb von einer Stunde im Schockraum liegen. Herzinfarkt-, Schlaganfall- und Traumapatienten machen etwa 40 Prozent aller Einsätze des Rettungshubschraubers Christoph 44 aus. Knapp zehn Prozent sind Kinder-Einsätze.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 4. Februar 2009


Die Rettungshubschrauber Bilanz 2008

Im vergangenen Jahr ist der Göttinger Rettungshubschrauber "Christoph 44" 1487-mal abgehoben. Damit liegt die Zahl der Einsätze nur knapp unter dem Rekordwert von 2007 (1490 Einsätze). Der am Göttinger Klinikum stationierte Hubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) flog im vergangenen Jahr 1416 Notfalleinsätze. Christoph 44 bringt den Notarzt des Universitätsklinikums im Umkreis von 60 Kilometern in kürzester Zeit zum Patienten. 2008 kümmerte sich die Besatzung – Arzt, Rettungsassistent und Pilot – auch um 69 verletzte oder kranke Kinder.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 27. Januar 2009