Radsportvereinigung Rollshausen

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Am Sonntag, 1. Mai 2011 startete das 32. Volksradfahren des Radsportvereins (RV) Adler Rollshausen, und 123 Teilnehmer traten an der Mehrzweckhalle kräftig in die Pedale.

32. Volksradfahren

Die Tour führte über Obernfeld und den „Rübenschnellweg“ in Richtung Mingerode, Westerode, dann weiter über die Bundesstraße nach Desingerode, Seulingen, Bernshausen, Germershausen und zurück nach Rollshausen. Teilnehmerstärkste Gruppen aus Rollshausen waren der Gymnastikverein (24), der Carneval Verein (17) sowie der Schützenverein (10).

Teilnehmerstärkster auswärtiger Verein war Schwalbe Gieboldehausen (9). Außer Pedalrittern aus dem Flecken waren auch die Orte Germershausen, Duderstadt, Gernrode, Landolfshausen, Breitenworbis, Obernfeld und Göttingen beim Volksradfahren vertreten.

Das Altersspektrum der Teilnehmer reichte von drei bis 80 Jahre. Für 50-jährige Mitgliedschaft im RV Adler überreichte dessen erster Vorsitzender Lutz Göbert stellvertretend die Ehrennadel des Kreissportbundes in Gold an Werner Koch.

Auch wer ohne Velo zur örtlichen Mehrzweckhalle kam, hatte seinen Spaß. An entsprechenden Ständen konnten Hunger und Durst gestillt werden. Für zünftige Klänge sorgte die Landolfshäuser Blasmusik.

Am Vorabend des Volksradfahrens hatten die Gastgeber das 90-jährige Bestehen ihres Vereins gefeiert. Beim Festkommers waren unter anderem der Radsportverband Niedersachsen und der Radsportbezirk Braunschweig vertreten, ebenso die Vereine aus Rollshausen und Germershausen sowie die Radfahrervereine Schwalbe Gieboldehausen, Stahlross Obernfeld, All Heil Werxhausen und Schwalbe Gernrode. Die unter anderem von vielen Auftritten auf Kreuzfahrtschiffen bekannte Kreativ-Musikband aus Leipzig unterhielt die Besucher des Festballs mit Live-Musik zum Tanzen und Lauschen.

90-jähriges Bestehen

Aktive Mitglieder stellen sich den Frünnen vor.

Rollshausen. Eine Feierstunde, wie sie sich Mitglieder und Gäste gelungener nicht hätten wünschen können: Der Radfahrverein „Adler“ Rollshausen eröffnete sein Fest zum 90-jährigen Bestehen mit dem Abend der Plattdütschen Frünne voller unterhaltsamer Beiträge – „Alles live und fernsehreif“, wie es Frünne-Präsident Werner Grobecker formulierte. Rund 200 Besucher waren gekommen. Es reihte sich gewissermaßen ein Höhepunkt an den anderen: lustig, originell und sogar künstlerisch. Begrüßt wurde das Publikum vom Adler-Vorsitzenden Lutz Göber und Ortsbürgermeister Reinhard Scharf. Im Anschluss gab Grobecker den Startschuss für ein mehr als dreistündiges Programm, das von Besinnlichem, Künstlerischem, viel Geschicklichkeit und Humor bestimmt wurde.

Der musikalische Auftakt kam vom Gesangsduo Anneliese & Hermann. Beeindruckende Kunststücke bot danach die zwölfjährige Nadine Künnemann vom benachbarten RV Stahlross aus Obernfeld auf ihrem Fahrrad. Die junge Sportlerin ist Landesmeisterin in der Klasse B ihrer Altersgruppe im Kunstradfahren.

Doch auch die bühnenreifen Auftritte der anderen Akteure konnten sich sehen und hören lassen: Ursula Nordmann und Elisabeth Krone stellten fest „Der Radfahrverein ist heute ein Reiseverein geworden“, was sie mit etlichen Beispielen untermauerten. Alfred Bode und Felix Zapfe erinnerten sich, wie man früher ein Mädchen zum Ball einlud. Viele Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ hatte auch Adolf Jass parat. Der 92-Jährige, er ist Ehrenmitglied im RV Adler, war eigens aus Fulda in sein Heimatdorf gekommen. Ursula Nordmann und Astrid Zapfe versuchten als Bühnen-Duo vergeblich, ein Treffen per Telefon zu arrangieren. Einen vielbeklatschten Auftritt bot außerdem die Trachtentanzgruppe aus Obernfeld, die mit einer „Obernfelder Polka“ begeisterte.

Noch einmal ging es nach der Pause mit gutgelaunten Ober- und Untereichsfelder Plattspräkers in die Vollen. Karl Bode und Elisabeth Krone versuchten gemeinsam, eine „Foahrradpanne“ zu beheben, und Christa Bode erzählte aus ihrer Sicht „Freuer was alles anners“. Witze und Anekdoten steuerte Lutz Göbert bei, ehe „Altstars“ des Plattdütschen zu Wort kamen. So hatte Rita Maulhardt „Heini und Willi up Foahrradtour“ zu bieten und Lydia Langenohl beklagte: „Alles, wat freuers emoket woard, chat hüte nich mähr.“

Unermüdlich war auch der ständige musikalische Begleiter der Akteure, Werner Biermann. Dass „dä ole Brokemeier“ nicht fehlen durfte, war von jedem Gast schon erwartet worden. Zum Schluss sang das vielköpfige Publikum gemeinsam die Eichsfeld-Hymne „Bist du gewandert durch die Welt“. Die meisten kannten sie auswendig.