Reinsbrunnen mit Nixe

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Nixe und Kleinkind warten am unteren Molkengrund auf Besucher.

Der Reinsbrunnen am Hainberg in Göttingen befindet sich oberhalb der Schillerwiese (über die Bismarckstraße). Er soll im Jahr 1568 vom Brunnenbaumeister Hügel angelegt worden sein. Aus ihm speist sich auch der Reinsbach, der durch die Schillerwiese fließt. 1897 soll der Brunnen zugemauert worden sein.

Der 1876 gegründete Göttinger Verschönerungsverein hatte im Frühjahr 1900 die Idee aus dem gesammelten Geldern für den Gänselieselbrunnen, der aber von der Stadt bezahlt wurde im Hainberg eine Brunnengestalt zu errichten. In der Nähe wurde eine Grotte errichtet, in deren Nische eine Nixe mit einem Kind sitzt. Diese Bronzeplastik "Nixe und Kind" wurde 1900 vom Bildhauer Friedrich Küsthardt erschaffen.(30.03.1830 - 08.10.1900) Sie stellt eine sitzende Wasserfrau mit einem Kind dar, um es einer Mutter zu reichen. Der Sage nach soll sich beim Schmücken mit gelben Ranunkel (?) ein Kinderwunsch erfüllen. Im Quellwasser der Reinsquelle sollen Kinder ihre ungeborenen Geschwister sehen können.Die Grotte mit Nixe wurde 1901 eingeweiht.

Nixe und Kind am Kleinen Reinsbrunnen besuchen

Manche Menschen, die den Kleinen Reinsbrunnen oberhalb der Herzberger Landstraße im unteren Bereich des Hainbergs besuchen, kommen nicht mit leeren Händen. Oft stehen Blumen in der Grotte, auch Kruzifixe wurden schon dagelassen. Besondere Wünsche werden in Verbindung mit einem kleinen Geschenk an die schönen Nixe herangetragen. In ihren Armen trägt die Wasserfrau ein Baby, das sie dem Besucher zu überreichen scheint. Ein kleines Mädchen vielleicht? Genau das soll die Nixe laut Überlieferung können: das Geschlecht eines Wunschkindes beeinflussen.

Darüberhinaus gilt der Ort von je her als romantischer Treffpunkt für Verliebte. Schon der Komponist Johannes Brahms soll sich hier 1859 mit der Professorentochter und Musikerin Agathe von Siebold getroffen haben. Damals allerdings bewachte noch keine Nixe das Rendezvous. Aufgestellt wurde das von dem Bildhauer Friedrich Küsthardt angefertigte Märchenwesen nämlich erst 1901 auf Initiative des Göttinger Verschönerungsvereins. Ein Arm des Babys war im vergangenen Mai verschwunden, wurde aber von Wanderern gefunden und bei der Forstverwaltung abgegeben. Durch Einsatz und Sponsoring eines Metallbauunternehmens kann das Bronzekind jetzt wieder die Arme nach dem Betrachter ausstrecken.