Rengershausen

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen von Rengershausen

Rengershausen ist ein Ort im Landkreis Northeim zwischen Harz und Solling. Er gehört zu Einbeck.

Personen und Organisationen

  • Ortsvorsteher: Friedel Pleiß

Lexikonteil

Allgemein

  • Einwohner gesamt (Stand 01/2007): 90. Davon sind 50 Einwohner männlich. 40 Einwohner sind weiblich.
  • Geographische Lage: 9° 52' Länge 51° 47' Breite

Hart an der Braunschweigischen Grenze, im Norden des Einbecker - Markoldendorfer Beckens, liegt dieser Berg am Fuß des Elfas, ungefähr 240 Meter über dem Meeresspiegel zwischen den Dörfern Avendshausen und dem Braunschweigischen Eimen. Im Norden erhebt sich der 254 Meter hohe Döhrenberg, im Nordosten der Kurze Berg mit 299 Metern, im Osten der Dickenberg mit 303 Metern und im Nordwesten der Große Birkenberg mit 366 Metern.

Geologisch besteht der Ackerboden der Feldmark etwas nördlich, westlich und südwestlich von Rengershausen aus Lösslehm, auf dem Talboden des Allerbaches in südwestlicher Richtung vom Ort ist aluviales Schwemmland, die Westhänge des Dicken und Kurzen Berges haben Röt mit roten und blauen Tonen und Mergel mit dünnen, kieseligen Platten, die Südhänge des Elfas weisen mittleren Buntsandstein auf.

Geschichte

In den Traditiones Corbeiensis erscheint Rengershausen mit der Namensform »Regenverskinghus« in der Zeit von 900 - 916. Der Ort ist, wie andere -hausen-Siedlungen, aus einem Einzelhof entstanden. In den Zeiten des Mittelalters wird er nicht beurkundet und tritt erst in neuerer Zeit in dem Grubenhagenschen Landtagsabschied, gegeben zu Osterode am 30.11.1575, in Erscheinung. Rengershausen musste damals 20 Reichstaler Taxe zahlen. Als alter welfischer Besitz gehörte es zu dem Amt Grubenhagen, ihm waren seine Bauern in Diensten und Pflichten zugeteilt.

In den Jahren 1791, 1821, 1845 gab es in Rengershausen 15 Feuerstellen, 1858: 18, 1875: 19, 1885: 17, 1895: 16, 1925: 20 Feuerstellen.

Die Bevölkerung des Ortes bestand 1806 aus 115, 1821 aus 113, 1845 aus 114, 1858 aus 103, 1875 aus 69, 1885 aus 98, 1895 aus 94, 1905 aus 94, 1925 aus 89, 1939 aus 90, 1946 aus 201, 1952 aus 176 Personen. Dabei ist besonders auffallend, dass im Jahre 1953 bei 116 Einwohnern 57 Einheimische und 109 Flüchtlinge gezählt wurden.

Nach der Aufnahme von 1952 hat Rengershausen 132,11 ha Ackerland, 2,73 ha Gartenland, 0,06 ha Obstanlagen, 30,59 ha Wiesen, 17,19 ha Weiden, 54,36 ha Wald, 0,99 ha Ödland, 4,39 ha. Gebäude, 20,11 ha Wege, zusammen 262,53 ha in seiner Gemarkung.

Bei der Viehhaltung von 1952 wurden 33 Pferde, 174 Stück Rindvieh, davon 89 Milchkühe, 313 Schweine, 30 Schafe, 11 Ziegen, 574 Hühner, 116 Gänse, 34 Enten und 25 Puten festgestellt.

Kirchlich und schulisch gehört Rengershausen zum Kirchspiel und Schulverband Avendshausen. Die Toten des Ortes wurden in früheren Zeiten auf dem Friedhof von Avendshausen beigesetzt. Erst 1851 hat Rengershausen einen eigenen Friedhof erhalten, und im gleichen Jahre wurde ein kleiner Glockenturm errichtet.

Im ersten Weltkriege wurden 16 Männer des Dorfes zum Heeresdienst eingezogen, von denen einer in Frankreich gefallen ist. Fünf wurden mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Aus dem zweiten Weltkrieg kehrten 11 Kriegsteilnehmer nach Rengershausen zurück, 6 sind das Vaterland gefallen und 4 sind verschollen oder vermisst. Am 19. Juli 1953 wurde an einem der schönsten Platze des Dorfes an dem Ehrenmal des im ersten Weltkriege gefallenen einzigen Rengershäuser Mitbewohners für die im zweiten Weltkriege Gefallenen und Vermissten eine Gedenktafel hinzugefügt. Sie zeigt unter einem Lorbeerkranz und einem Schwert die Inschrift: »Neige dein Haupt in Ehrfurcht vor den Gefallenen, und gedenke in Treue und Hoffnung den Vermissten«.

Die Technik hat in der Landwirtschaft, wie an anderen Orten, ihren Einzug gehalten. Wenn auch noch, wie in früheren Zeiten, die meisten Bewohner des Ortes das Wasser für Mensch, Vieh und Wirtschaft aus dem alten Brunnen schöpfen müssen, so haben doch schon 6 Betriebe seit 1953 ihre eigene Wasserleitung von der früheren Schweineweide. Ein Anschluss an das große Wasserversorgungsgruppenwerk, das seinen Quellgrund am Südhang des Elfas hat, ist im Bau.

Seit 1920 wird Rengershausen durch die Überlandzentrale mit elektrischem Strom versorgt, und zwar von Avendshausen ab. Für den landwirtschaftlichen Betrieb sind im Jahre 1953 vier Trecker eingesetzt, und die schwere Arbeit der Bauersfrau wird durch elf Melkmaschinen erleichtert.

Auch das Genossenschaftswesen hat sich durchgesetzt, so besteht eine Forstgenossenschaft, die im Elfas 188 Morgen in Obhut hat. Außerdem ist seit 25 Jahren eine Dreschgenossenschaft vorhanden. Früher lieferte das Dorf die Milch hauptsächlich nach Avendshausen, wenige Bauern nach Amelsen. Nach der Aufhebung der Molkerei in Avendshausen wird die Milch nach Markoldendorf abgesetzt.

  • Quelle: Georg Ernst


Links

Rengershausen im Internet