Rhumspringe

Aus Wiki Göttingen
Version vom 9. November 2012, 12:00 Uhr von Juliane (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen von Rhumspringe

Rhumspringe ist eine Gemeinde im Eichsfeld, Südniedersachsen. Sie gehört der Samtgemeinde Gieboldehausen an. Im Ort befindet sich eine Umkehr-Osmose-Anlage zur Trinkwasseraufbereitung und die Rhumequelle.

Im Volksmund werden die Rhumspringer "Stöökerstangen" genannt.

Personen und Organisationen

Schützenverein St. Sebastian Rhumspringe


Geschichte

Die "Siedlung an der Rhume", so die Bedeutung des Ortsnamens, wurde 1250 erstmals urkundlich erwähnt.


Gemeinde will Ortskern wieder mit Leben füllen

Der große Wurf zur Nachnutzung der Papierfabrik ist nicht gelungen. Das Rhumehotel im Ortskern steht seit Jahren leer. Das gemeindeeigene Hallenbad ist geschlossen und soll abgerissen werden. Die Bevölkerungszahl ist unter 2000 Einwohner gesunken, der Gemeinderat deshalb von 13 auf elf Mandatsträger geschrumpft.

Pflanzaktion im Rhumepark 2012

Zeichen der Hoffnung: Der Rhumspringer Nachwuchs versenkt mit Kindergartenleiterin Franziska Meister Blumenzwiebeln im Rhumepark. © Thiele

Rhumspringe gleicht derzeit eher einer verwelkten Schönheit als einer aufblühenden Ortschaft. Das soll jedoch nicht so bleiben. Im Rhumepark hat es jetzt eine Pflanzaktion gegeben, deren Motto „Rhumspringe blüht auf“ auf die Bemühungen der Gemeinde übertragen werden kann, sich gegen den Niedergang zu stemmen.


Zunächst einmal sind jetzt auf dem gegenüberliegenden Ufer der Rhume in einer Gemeinschaftsaktion rund 300 Frühlingsblumen-Zwiebeln im Erdreich versenkt worden. An der Pflanzaktion im Rhumepark, zu der die Gemeinde aufgerufen hatte, beteiligten sich Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen, Mitglieder des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins sowie weitere Bürger aus Rhumspringe.


„Die Krokusse, Narzissen und Osterglocken sollen dazu beitragen, dass die Grünanlage zur Osterzeit in ein Meer von gelben, weißen und violetten Blüten verwandelt wird“, sagt Jacobi und freut sich über das ehrenamtliche Engagement von Bürgern seines Heimatortes. Die hatten schon bei Anlage des Rhumeparks mit Uferweg vor sieben Jahren mit zugepackt. Zuletzt waren auch bei der Erneuerung des Fußweges zwischen Wilhelm- und Victoriastraße in diesem Jahr freiwillige Helfer am Werk.


Das Rhumehotel

Nach Erwerb des seit Jahren leerstehenden Rhumehotels durch die Gemeinde verhandelt Bürgermeister Franz Jacobi (CDU) mit inzwischen mehreren Interessenten aus dem Gesundheits- und dem Gewerbebereich. „Vielleicht ist das ehemalige Hotel ja verkauft und einer Nachnutzung zugeführt, wenn im kommenden Frühjahr die Krokusse im Rhumepark aufblühen“, hofft Jacobi. Für den Abriss des Hallenbades wartet er noch auf grünes Licht vom Landkreis.


Geplantes Gesundheitszentrum

Jacobi geht aber davon aus, dass das Hallenbad noch in diesem Jahr abgerissen wird und auch mit dem Rohbau für das Nachfolgeprojekt begonnen werden kann – falls die Witterung es zulässt. Die Gemeinde will dort einen Neubau errichten, der für eine Arztpraxis und eine Physiotherapiepraxis mit Gerätetraining vermietet werden soll. Für das geplante Gesundheitszentrum nimmt die Gemeinde zinsgünstige Darlehn auf, die Finanzierung der Baukosten soll durch Mieteinnahmen amortisiert werden.


  • Quelle: Eichsfelder Tageblatt 09.11.2012