Scharlach in Göttingen

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Himbeerzunge bei Scharlach

Das Göttinger Stadtarchiv birgt eine Inaugural-Dissertation aus dem Jahre 1883. Heinrich Rischmüller: Über die Scharlachepidemie zu Göttingen im Jahre 1881/82.

  • 1876 hatte es in Göttingen 8 Scharlach-Kranke gegeben.
  • 1878 11 Erkrankte, 1879 13 Erkrankte.
  • 1880 stieg die Zahl der Scharlach-Kranken auf 48.
  • 1881 waren es 295: "Die Göttinger Scharlachepidemie war eine ziemlich weit verbreitete über sämtliche Teile der Stadt.."

Das Göttinger Tageblatt vom 15. 7. 1950 zeigt die Möglichkeit, den Scharlach zu verhindern: "Heilkraft aus dem Schimmelpilz" In Göttingen entstand Deutschlands erste Penicillin-Fabrik.

Und immer noch ist Penicillin das Mittel der Wahl bei Streptokokken-Krankheiten.

Nachtrag: Heute am 5. Januar 2011 erschienen: Penicillin. Das Wunder von Göttingen. 1949. Grin-Verlag, München, 2011. Das ist die Geschichte der ersten Wunder-Heilungen durch Penicillin in Göttingen 1947-1949. Heinrich Flachsbart hat sie aufgezeichnet und erlebt, sein Sohn hat sie jetzt publiziert. Ohne Penicillin wird die in Göttingen zu beobachtende Schweinegrippe (wie auch die "normale" Influenza) tödliche bakterielle Infektionen verursachen!