Schwarz-Gedenkstein

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Am Warteberg im Göttinger Wald steht der Schwarz-Gedenkstein mit der Aufschrift "Dem Andenken des Generals Schwarz". Der Stein befindet sich am Eingang eines Wanderpfads nur wenige Meter westlich des Weges, der von der Herzberger Landstraße zum Waldkindergarten am Warteberg führt (51°32'54" N, 9°57'59" O); er wurde im Jahre 1917 errichtet.

Dieser Stein markiert das nördliche Ende eines Wanderweges, dessen südlicher Punkt durch den Gedenkstein "Helenen-Blick", am Gerberstieg knapp nördlich des Molkengrunds (51°32'9" N, 9°57'48" O), gebildet wird. Aus Unterlagen des Göttinger Stadtarchivs (StA Göttingen: Nachlaß Generalmajor Karl Schwarz, Dep. Nr. 24. Berichte über die Tätigkeit des Verschönerungsvereins im Jahre 1915-1917, Göttingen 1916-1918, jeweils S. 6) geht hervor, dass der Generalmajor Karl Georg August Schwarz (1839-1913) und seine Ehefrau Helene Henriette Amalie Ottilie Schwarz geb. Kahle (1851-1916) dem Göttinger Verschönerungsverein ein Vermächtnis in Höhe von 2000 Mark hinterließen, aus dem u. a. diese beiden Steine (Schwarz-Gedenkstein sowie Helenenblick) finanziert werden sollten. General Schwarz soll sich auch für die Anlegung von horizontal verlaufenden Wanderwegen eingesetzt haben.

Der genaue Verlauf dieses Wanderwegs, der bequem in etwa einer halben Stunde zu begehen ist, lässt sich heute in einigen Abschnitten nur erahnen, vor allem zwischen dem nördlichen Ende des Gerberstiegs und dem Roringer Stieg. Der Sinn sollte sein, an beiden Enden des Weges schöne Ausblicke über die Stadt und das Leinetal (Helenen-Blick) bzw. über das Luttertal in Richtung Roringen und Nikolausberg (Schwarz-Stein) genießen zu können. Wegen des dichten Baumwuchses gewinnt man heute an beiden Stellen höchstens im Winter eine Vorstellung der damaligen Ausblicke.

Ein Jahrhundert später neigt sich der Schwarz-Gedenkstein bedenklich nach hinten, ist extrem verwittert und kaum zu entziffern.