Schwiegershausen

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Schwiegershausen ist ein Ort im Landkreis Osterode. Der Ort liegt im Harz. Er gehört zum Stadtgebiet von Osterode.

Wappen von Schwiegershausen

Aktuell

Personen und Organisationen

  • Förderverein Dorfgeschichte und Brauchtum Schwiegershausen.
  • Blaumeisen
  • Bürgerinitiative Ortsdurchfahrt BIO
  • CDU - Ortsverband
  • DRK - Ortsverein
  • Feldmarksgenossenschaft
  • Flaschengeister
  • Forstgenossenschaft
  • Förderverein
  • Gemischter Chor
  • Handballspielgemeinschaft
  • Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr
  • Landfrauenverein
  • Landvolk
  • Männergesangverein Freundschaft
  • Motorradfreunde
  • Naturschutzbund
  • Sozialverband
  • Schießbrüderschaft
  • Schützengesellschaft
  • Streuobst Initiative
  • Freiw. Feuerwehr
  • SPD - Ortsverein SPD Schwiegershausen
  • TSV Turn- und Sportverein
  • Schwiegershäuser Dorfbühne
  • Whisky Club
  • Windenergie Schwiegershausen
  • Ortsbürgermeister: Wolfgang Wode
  • Stellv. Ortsbürgermeisterin: Angela Bierwirth

Lexikonteil

  • Einwohner: In der Ortschaft leben 1827 Einwohner (Stand 2001)

Geschichte

Vor 7200 Jahren bestand nordwestlich vom heutigen Schwiegershausen eine kleine Siedlung, die der bandkeramischen Kultur zugerechnet wird. Der Ort wurde im Mittelalter angelegt.

Zum Herrschaftsbereich der Welfen gehörte Schwiegershausen seit dem 12. Jahrhundert. Die Grundherrschaft hatten verschiedene Adelsfamilien und Klöster inne. So verfügten neben den welfischen Landesherren auch die Grafen von Northeim, die Grafen von Katlenburg und die Grafen von Waldeck sowie die Herren von Bovenden und die Herren von Windhausen über Rechte und Besitzungen in Schwiegershausen. Auch die Klöster Pöhlde, Katlenburg, Northeim und St. Jacobi in Osterode besaßen Rechte in dem Dorf.

Diese Siedlung bestand, – wie eine Urkunde aus dem Jahr 1315 berichtet – lediglich aus einem großen Meierhof und 14 kleineren Hofstellen. 1599 zählte man 64 Hofstellen im Dorf.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) kam es auch in Schwiegershausen zu Zerstörungen. Gewalttaten durchziehender Truppen und Seuchen dezimierten die Bevölkerung. Ähnliche Folgen für die Menschen hatte auch der Siebenjährige Krieg (1756 – 1763), in dessen Verlauf das Dorf mehrfach von französischen Soldaten besetzt wurde. 1698 lebten 379 Einwohner in der Gemeinde.

Im 18. Jahrhundert verbesserte die Einführung des Kartoffelanbaues und vor allem der verstärkte Anbau von Flachs und dessen Weiterverarbeitung zu Leinen die Ertragslage der Höfe.

Zwischen 1892 und 1897 wurden die landwirtschaftlich genutzten Flächen der Schwiegershäuser Feldmark in einem sogenannten Teilung- und Verkopplungsverfahren neu zugeschnitten. Die Allmendeflächen, die bislang von allen Gemeindeberechtigten genutzt wurden, verteilte man dabei auf die einzelnen Höfe.

1867 wurde die Straße Osterode – Schwiegershausen – Krebeck ausgebaut. Eine Forstgenossenschaft bewirtschaftete den 1863 im Zuge der Ablösung alter Rechte an den Staatsforsten erworbenen Wald. Die seit 1900 von einer Genossenschaft betriebene Molkerei führte, zu einer Ausweitung der Milchviehhaltung im Dorf (Molkerei bestand bis 1970).

Ein neues Schulhauses wurde 1904 gebaut. Der Anschluss an das Stromnetz 1912 und 1927/1928 der Bau einer Gemeindewasserleitung, die die alten Brunnen ersetzte, verbesserten die Infrastruktur des Dorfes. Auch nach dem 2. Weltkrieg blieb die Landwirtschaft zunächst noch der Haupterwerbszweig der Bevölkerung des Dorfes. Mit der Eingliederung der Flüchtlinge, die Einwohnerzahl wuchs von 1446 Einwohnern im Jahr 1939 auf 2170 im Jahr 1949, änderte sich die Bevölkerungstruktur des Ortes. In neuen Baugebieten entstand zusätzlicher Wohnraum. Für die Zuwanderer standen im Dorf nur wenige Arbeitsplätze in Landwirtschaft und Handwerk zur Verfügung. Gleichzeitig verringerte sich der Arbeitskräftebedarf durch den Wandel in der Landwirtschaft. Die Anzahl der Bauernhöfe fiel von 250 Haupt- und Nebenerwerbshöfen 1950 auf 31 landwirtschaftliche Betriebe im Jahr 1989, wovon 12 nur noch im Nebenerwerb betrieben wurden. Immer mehr Einwohner des Dorfes waren gezwungen, als Pendler in anderen Orten – insbesondere in der Industriestadt Osterode – Arbeit anzunehmen. 1971 wurde Schwiegershausen in die Stadt Osterode am Harz eingemeindet

Links

Schwiegershausen im Internet