Siebenten-Tags-Adventisten

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In Göttingen besteht seit 1901 eine Gemeinde, die heute von Pastor Andreas Wagner betreut wird. Die gut 100 Göttinger Adventisten verfügen seit den 50er Jahren Am Steinsgraben 11 über ein eigenes Gemeindezentrum. Sie unterstützen Uwe Franke und die Tschernobyl-Kinderhilfe. Weltweit gibt es 13 Millionen Siebenten-Tags-Adventisten (STA), von denen 36000 in Deutschland leben.

Die Predigerin und Schriftstellerin Ellen Gould White (1827-1915), die sich selbst als Prophetin bezeichnete, hat die Religionsgemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten 1863 in den USA gegründet. Die Gläubigen rechnen nun schon seit fast 150 Jahren mit dem unmittelbar bevorstehenden Ende der Welt und der erneuten Ankunft (Advent) des auferstandenen Christus.

Zu den Besonderheiten im Glauben der Adventisten zählt, dass sie wie die Juden den Sonnabend, den Sabbat, als Ruhetag halten. Die meisten anderen Christen haben den biblischen Ruhetag auf den Sonntag verlegt. An diesem Wochentag stand Jesus laut Neuem Testament von den Toten auf. In der Apostelgeschichte (20, 7) heißt es, dass die ersten Christen an diesem Tag zur Abendmahlsfeier zusammen kamen. Dass sonntags nicht gearbeitet werden soll, steht nicht in der Bibel. Im Gegenteil: Der Sonntag war Gottes erster Arbeitstag. An ihm zu ruhen, bedeutet nach Einschätzung der Adventisten, einen blauen Montag einzulegen.

Wie die Juden essen die STA kein Fleisch von unreinen Tieren wie Schweinen oder Meeresfrüchten. An die mosaischen Gebote, Schlachttiere mit einem Schnitt durch die Halsschlagader zu töten (schächten) oder bei der Zubereitung von Speisen niemals Fleisch und Milch zusammen zu verwenden, sehen sich die STA jedoch nicht gebunden.

Weitere Besonderheiten: Die STA enthalten sich alkohol- und koffeinhaltiger Getränke. Sie rauchen nicht. Vor dem Abendmahl waschen sich die Gläubigen gegenseitig die Füße. Zu dieser Praxis forderte Jesus seine Jünger im Johannes-Evangelium (13, 1-20) auf.




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