Spanbeck

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Wappen von Spanbeck
Ortsansicht von Spanbeck
Die alte Schule in Spanbeck
Altes Handwerk: In Spanbeck wurde Dorfgeschichte lebendig.

Spanbeck ist ein Ortsteil des Fleckens Bovenden im Landkreis Göttingen, Niedersachsen. Das Dorf liegt zwischen Nörtener Wald, Gillersheimer Forst und den Ausläufern der Lippberge.

Kirche

Im Anschluss an die Reformation in der Herrschaft Plesse wurde die Ortskirche 1540 Pfarrkirche auch für die Dörfer Holzerode und Oberbillingshausen. Von dem 1540 entstandenen Kirchenbau ist heute nur noch der Turm erhalten.


Geschichte

Im September 2009 feierten die Spanbecker ihr 725-jähriges Bestehen.

Spanbeck wurde 1284 erstmals urkundlich erwähnt. Eine im Nordosten der Gemarkung liegende und im Mittelalter aufgegebene Siedlung mit dem Namen Aspe wurde bereits im Jahre 1055 genannt.

1284 älteste urkundliche Erwähnung, Spanbeck gehört zu Herrschaft Plesse

1367 Marien-Kapelle (Kirche) zu Spanbeck wird in einem Göttinger Testament erwähnt

1447 tragen die Herren von Plesse ihren Besitz dem Landgrafen von Hessen zu Lehen auf, Spanbeck/Plesse gerät unter hessischen Einfluß

1536 Philipp von Hessen schickt den Reformator Petrus Wertheim in die Herrschaft Plesse, um die Lehre Luthers zu verbreiten

1536/40 Wertheim bleibt bis 1540, löst Spanbeck, Oberbillingshausen und Holzerode aus der Unterbillingshäuser Pfarrei und errichtet eine Pfarrei in Spanbeck Kirche wird neu erbaut unter Beibehaltung des alten Turmes (Wehrturm)

1571 der letzte Edelherr zu Plesse stirbt - das Lehen erlischt, Spanbeck wird hessisch

1613 Landgraf Moritz von Hessen evangelisch-reformiert, somit auch die Spanbecker

1655 Schule errichtet, erster Lehrer: Heinrich Kolle

1661 ab diesem Zeitpunkt Kirchenbücher

1692 In Hannover/Braunschweig wird auf Befehl des Landesherren Ernst-August das "Rotten" des Flachses in fließenden Gewässern verboten, es werden Flachs-Rotten angelegt. Wann der Hessische Landgraf gleiches verordnet hat, muß noch geklärt werden.

1772 Neubau der Kirche unter Verwendung des Turmteils von 1540

1807 Epidemie Blattern (Pocken)

1806/13 gehört Spanbeck zum Königreich Westphalen (Napoleon)

1816 Spanbeck mittels Ringtausch zum Königreich Hannover (Wiener Kongreß)

1844 Epidemie Nervenfieber (Typhus)

1850 Epidemie Asiatische Cholera

1851 Epidemie Scharlach

1855 Ablösung der Domanialdienste/Frondienste

1857 Vereinbarung mit dem Königreich Hannover über den Waldanteil, 323 Morgen

1860 Gemeinderat gegen Fernstraße "Nörten-Ebergötzen" über Spanbeck

ca 1860 Gemeinde wird in "Realgemeinde" und "Politische Gemeinde" gegliedert

1866 Spanbeck wird preußisch (Preußen besiegt Hannover bei Langensalza)

1868 Stiftung des Spanbecker Kleinods, Schützenkette

1869 Weiderechte abgelöst (Wald-Hude), Spanbeck erhält zusätzlich 25 Morgen Wald

1889 Poststation, Carl Keuneke schließt Vertrag mit Oberpostdirektion

1891 Gründung des Gesangvereins

1892 Verkopplung (Feldmark neu gegliedert)

1893 neuer (jetziger) Friedhof, 1. Grab Carl Friedrich Wilhelm Beulcke

bis 1900 Sitz der Wasenmeister/Scharfrichter der Herrschaft Plesse bzw des Amtes Bovenden

1907 Tanzsaal (heutiges DGH) wird von Gastwirt August Dettmar erbaut

1913 Gründung des Sportvereins "Treudeutsch Spanbeck"

1914/18 1. Weltkrieg, 16 Tote

1919 Tanzsaal (heutiges DGH) wird an Gastwirtschaft Kurre verkauft

1920 Gründung des Sportvereins "Freie Turnerschaft Vorwärts Spanbeck"

1920 Bau des Transformatorenhauses, d.h. Spanbeck wird elektrifiziert

1920 Spar- u. Darlehenskasse gegründet

1925 Landstraße nach Billingshausen gebaut, auf Kosten der Gemeide Spanbeck

1939 310 Einwohner

1939/45 2. Weltkrieg, 31 Tote und Vermißte

1946 Gründung des Sportvereins "TSV Spanbeck"

1946 610 Einwohner

1949/50 Bau der Friedhofskapelle

1950 Spanbecker Wappen entworfen

1955 Wasserleitung

1968 Schule geschlossen

1969 Sportplatz + Sporthaus gebaut

1973 Gebietsreform, Spanbeck zu Bovenden

1974 Gemeinde kauft Tanzsaal (heutiges DGH)

1974 Sparkasse schließt sich der Volksbank Nörten an

1975 Dorfgemeinschaftshaus (DGH) wird eingeweiht

1975 Kanalisation gebaut

1984 letzter Kaufmannsladen schließt

1985 letzte Gastwirtschaft schließt

ab 1990 boßeln

1998 Boßelverein gegründet

2000 Ortsdurchfahrt neu gestaltet, Thie erhält Sandsteinmauer

2001/02 Neubaugebiet "Hinter den Höfen" erschlossen

2002 DGH renoviert (außen)

2003 Kirche renoviert (außen)

2004 385 Einwohner

2004 Sparkassenfiliale wird geschlossen, nur noch Bankbus 1xwöchentlich