Städtische Wohnungbaugesellschaft

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Im November 1960 beschloss der Rat der Stadt Göttingen, eine Städtische Wohnungbaugesellschaft zu gründen. Damit sollte die gravierende Wohnungsnot in der Universitätsstadt gelindert werden. 2010 besitzt die Gesellschaft 4490 Wohnungen, Alten- und Kindertagesstätten, Gewerberäume und mehr als 600 Pkw-Stellplätze.

In der Chronik, die zum 50. Bestehen der Städtischen Wohnungsbau GmbH geschrieben wurde, haben die Autoren Beispiele der unglaublichen Wohnverhältnisse in Göttingen in den 1960er Jahren gesammelt.

Noch 15 Jahre nach Kriegsende war die Lage auf dem Göttinger Wohnungsmarkt angespannt. Obwohl oder gerade weil die Stadt kaum zerstört war (Zwei Prozent des Wohnraums) strömten Flüchtlinge, Vertriebene, Evakuierte, Heimkehrer und Beschäftigte umgesiedelter Betriebe nach Göttingen. Von 1939 bis 1949 wuchs die Einwohnerzahl von 50 000 auf 80 000, ist der Chronik zu entnehmen. Für sie wurde dringend Wohnraum gebraucht. Bezahlbaren bot die Städtische Wohnungsbau (StWB) ab November 1960.

Im Dezember 1955 warten 7584 Familien auf eine Wohnung. Das Wohnungsamt kann gerade mal 271 vermitteln. Von Notunterkünften und Hunderten von Familien in Baracken berichtet die Chronik.

Heute verfügt die Städtische Wohnungsbau GmbH Göttingen über 4.490 Wohnungen, 15 Gewerbeeinheiten, 32 Wohnungen Dritter, eine Altentagesstätte, 3 Kindertagesstätten, ein Jugendhaus, 552 Garagen und Tiefgaragenplätze, 62 Pkw-Stellplätze sowie je zwei Baugrundstücke und gewerblich genutzte Grundstücke im Stadtgebiet Göttingen.

Seit 2010 ist die Sparkasse Göttingen mit 15 % Anteilen neuer Anteilseigner, 85 % der Anteile hält weiterhin die Stadt Göttingen.