Stefan W. Hell

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Ministerpräsident Christian Wulff überreicht Stefan W. Hell den Niedersächsischen Staatspreis


Stefan W. Hell ist Direktor der Abteilung NanoPhotonik am MPI für biophysikalische Chemie. Er wurde 1962 im rumänischen Banat geboren.

Hell ist wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft (Biologisch-Medizinische Sektion und Chemisch-Physikalisch-Technische Sektion) und Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen. Hier leitet er die Abteilung für NanoBiophotonik. Stefan Hell ist auch Honorar-Professor für Experimentalphysik an der Universität Göttingen und apl. Professor für Physik an der Universität Heidelberg. Seit 2003 leitet er außerdem die Kooperationsabteilung für Hochauflösende Optische Mikroskopie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Er ist auch Mitglied des Vorstands des Laser-Laboratorium Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.


Stefan Hell studierte Physik an der Universität Heidelberg, schloss sein Studium 1987 mit dem Diplom bei Prof. S. Hunkliger ab und promovierte 1990 ebenfalls bei Prof. S. Hunkliger. Von 1991 bis 1993 arbeitete er am EMBL (European Molecular Biology Laboratory) in Heidelberg, gefolgt von Aufenthalten an der Universität Turku, Finnland (1993 - 1996) und an der Universität von Oxford, England (1994). 1996 habilitierte er sich in Physik an der Universität Heidelberg, an der er auch lehrt. 1997 wurde er zum Leiter einer selbständigen Max-Planck-Nachwuchsgruppe am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen berufen, wo er seine Forschung zur optischen Mikroskopie jenseits der Beugungsgrenze etablierte. Nach mehreren Rufen in die USA, Großbritannien, Deutschland und Österreich, wurde Stefan Hell im Oktober 2002 zum Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut berufen. Stefan Hell hat mehr als 150 Originalarbeiten veröffentlicht, die sich vor allem auf das Durchbrechen der von Ernst Abbe 1873 formulierten Beugungsgrenze in der fokussierenden Lichtmikroskopie richten, für das er Pionierarbeit geleistet hat. Seine Arbeiten wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Karl-Heinz-Beckurts-Preis, dem international vergebenen Carl-Zeiss-Forschungspreis, dem Preis der International Commission for Optics, dem "10. Deutschen Zukunftspreis - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation" (2006), dem Julius Springer-Preis (2007), dem Leibniz Preis (2008) und dem Niedersächsischen Staatspreis (2008). Mit seiner Ehefrau Anna hat er zwei Söhne, Sebastian und Jonathan und eine Tochter, Charlotte.