Steinarbeiter-Museum Adelebsen

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche

In der Alten Schule Adelebsen im Kirchweg 8 besteht seit 1996 das "Museum für Steinarbeit". Anhand von Originalobjekten wie Stiefeln und Jacken der Steinarbeiter wird in jenen Teil des Lebens in Adelebsen eingeführt, der von der Arbeit in den Basaltbrüchen bestimmt war. Der Abbau und die Verarbeitung von Basalt in Bramburg, Grefenburg und Backenberg war lange Zeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. Bis über 1000 Arbeiter haben hier teilweise unter schwierigsten Bedingungen gearbeitet. Die Steinarbeiterausstellung ist das Kernstück des Hauses; sie wird von wechselnden Präsentationen begleitet.

Eine ständige Mineraliensammlung aus dem Steinbruch soll 2008 hinzu kommen. Das Museum verfügt u.a. über 1992 gesammelte Erinnerungen von deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges, die als englische Kriegsgefangene im Steinbruch arbeiten mussten. In Vorbereitung für 2007 ist eine Ausstellung zum 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Adelebsen. Alljährlich findet im Herbst ein "Klönabend" im Museum statt. Gezeigt werden bei diesen Gelegenheiten auch heimatgeschichtliche Filme, etwa über die Bahn von Göttingen nach Bodenfelde.

Das Museum geht zurück auf eine Ausstellung des DGB-Ortskartells Adelebsen zur 1000-Jahr-Feier des Fleckens (FN1). Am 3. Dezember 1990 wurde der „Museumsverein für Steinarbeit und ländliches Arbeitsleben“ gegründet, der das Museum ehrenamtlich betreibt. Die Räumlichkeiten werden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, die als Träger fungiert und ca. 250.000 € in das Projekt investierte.

Das Museum ist von April bis Oktober sonntags von 15 bis 17.30 Uhr geöffnet. Sonderführungen können bei Werner Lindemann unter Telefon 05506/7801 vereinbart werden.


FN1: Quelle: Werner Lindemann, Vorsitzender des „Museumsvereins für Steinarbeit und ländliches Arbeitsleben“

Weblinks