Stephanuskirche

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Die Stephanuskirche ist eine protestantische Kirche der evangelisch-lutherischen Stephanusgemeinde in Göttingen, im Stadtteil Geismar, mit der passenden Anschrift Himmelsruh 17. Derzeitiger Diakon ist Klaus Bendig.

Stephanuskirche von innen

Geschichte

Mit der Ausweitung Göttingens nach Süden Mitte der 1960er Jahre und der damit verbundenen Eingliederung Geismars, wurde 1965 die Stephanuskirche erbaut.

Architekt der Kirche war Diez Brandi (1901-1985), der in Göttingen zuvor bereits die Christus-, Friedens- und Kreuzkirche gebaut hatte.

Der Turm

D. Brandi hatte die Idee, den Glockenturm besonders schlank und vor allem offen zu bauen, damit der Glockenschall ungedämpft zu hören sei.

Glockenturm der Stephanuskirche

Der 30 Meter hohe Turm steht auf einem steilen Hang. Aufgrund der steilen Neigung steht der Turm auf einem Fundament von 10 Metern tiefe, um den Turm zu sichern.

1986 musste der Turm erstmals saniert werden, da die Überdeckung der Metallarmierung nicht ausreichend war.

Die Glocken

Ursprünglich waren für den Turm vier Glocken geplant. Aus Kostengründen wurde allerdings davon abgesehen und somit besteht das Geläut heute aus zwei Bronzeglocken mit den Schlagtönen f' und g'.

Die größere f'-Glocke wiegt 921 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 1,15 Meter. Die kleinere g'-Glocke wiegt 718 Kilogramm, mit einem Durchmesser von 1,08 Meter.

Gegossen wurden die Glocken von den Gebrüdern Rincker in Sinn/Dillkreis am 8. Februar 1966, geweiht wurden sie am 3. April 1966.

Die beiden Glocken sind zwei christlichen Märtyrern des 20. Jahrhunderts gewidmet. Die f'-Glocke ist dem evangelisch-reformierten Pfarrer Paul Schneider gewidmet (* 29. August 1897 in Pferdsfeld, heute zu Bad Sobernheim; † 18. Juli 1939 im KZ Buchenwald bei Weimar). Die g'-Glocke ist dem lutherischen Pfarrer und Professor Traugott Hahn (* 1. Februar 1875 in Rauge / Livland (Rõuge / Estland); † 14. Januar 1919 in Dorpat / Estland) gewidmet.


  • Quelle: Göttinger Tageblatt, 07.09.2010