Sterntheater

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Das Sterntheater ist ein Filmkunstkino in Göttingen. Es hat zwei Säle: Das Stern mit 465 Sitzplätzen und das Sternchen mit 257. Besitzer ist die Vereinigten Kino Betriebe GmbH.

Geboten werden aktuelle Filme, Previews, Frühstückskino mit Kaffee & Croissants, Schauspieler- und Regisseurbesuche und ein Kinderfilm-Programm mit neuen und klassischen Kinderfilmen. Zudem werden Kurzfilme im Vorprogramm gezeigt.


Geschichte

1946 wurde der Plan gefasst aus Teilen der damaligen Wörthkaserne ein Kino zu bauen. Jedoch erst nach der Währungsreform wurden die Pläne verwirklicht. Am 4. September 1949 wurde aus der alten Reithalle der früheren Wörthkaserne das von Dipl.-Ing. A. Farnik neu geschaffene Sterntheater der Firma Ingo Sinnes von Rhein und Ruhr unter der Direktion von Joachim Bernau als fünftes Göttinger Lichtspielhaus neu eröffnet. Zu dieser Zeit war es das größte Kino Göttingens.

Im Juli 1955 übernahm Kurt Krause das Kino von Joachim Bernau und das Sterntheater wurde auf das Cinemascope-Format umgerüstet, die Leinwand von 28 auf 84 Quadrameter erweitert. Somit war das Sterntheater das größte Cinemascope-Theater in Niedersachsen.

Am 11.12.1957 wurde das Richtfest für den kleineren Saal Sternchen gefeiert, dessen Rohbau in nur 10 Tagen entstand. Kurz darauf, am 25.12.1957, folgt die feierliche Eröffnung mit dem Film Krieg und Frieden. Das Sternchen ist benachbart zum Sterntheater, wobei dasselbe Foyer genutzt wird. Es ist als Studiokino gedacht, in dem anspruchsvollere Filme gezeigt werden. Darüber hinaus dient es als "Ausweichtheater", wenn das Sterntheater nicht bespielt werden kann.

1986 zog sich Kurt Krause aus Altersgründen aus dem Kinogeschäft zurück und übergab das Sterntheater (sowie seine anderen Kinos) an Hans-Joachim Flebbe.

1996 verweigert K. Krause die Verlängerung des Mietvertrages H.-J. Flebbe, der in wenigen Monaten das Cinemaxx in der alten Lokhalle eröffnen will. Ab dem 15.02.1996 findet K. Krause einen Nachmieter in den UNION-Kinobetrieben, die das Kino in seinem Sinne weiterführen.

Im Herbst 2003 gelang es der Cinemaxx AG fast über Nacht, das Sterntheater von der UNION zu übernehmen und führte es ab dem 02.10.2003 als Filmkunstkino weiter. Damit wurde verhindert, dass attraktive Blockbuster mit zwei Kopien in Göttingen laufen und dem Cinemaxx wichtige Besucher nehmen. Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass die individuelle Pflege, die ein Filmkunstkino braucht, nicht von dem Konzern geleistet werden konnte und so gab die Cinemaxx AG das Sterntheater zum 01.01.2009 an den heutigen Besitzer, die Vereinigten Kino Betriebe GmbH, ab.



Prominenz

Bis heute haben sich zahlreiche Prominente Besucher die Ehre gegeben. Im Folgenden eine kurze Auflistung.

19.01.1957: Hans Holth

19.09.1957: Johannes Heesters und Marianne Schönauer

23.10.1957: Trude Herr und Rudi Schuricke

Jan. 1958: Zarah Leander

29.11.1962: Klaus Kinski

1965: Renate Kern

1966: Rex Gildo, Roy Black, Manuela, Udo Jürgens

21.08.1968: Werner Enke, May Spiels, Uschi Glas


  • Quelle: Sterntheater Göttingen ([1]), Zugriff am 08.09.2010


Kontakt

Sterntheater
Sternstraße 7
37083 Göttingen
Tel.: 0551-750 32 (ab 17 Uhr)

Links

Stern im Internet