Strodthagen

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Wappen von Strodthagen

Strodthagen ist ein Ort im Landkreis Northeim zwischen Harz und Solling. Er gehört zur Stadt Einbeck.

Personen und Organisationen

  • 1898 wurde ein Gesangverein gegründet.
  • 1902 wurde eine Pflichtfeuerwehr aufgestellt. Diese wurde 1903 in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt.
  • Ortsbürgermeister: Ralf Schnepel.

Lexikonteil

  • Einwohner gesamt (Stand 01/2007): 118. Davon sind 62 männlich. 56 Einwohner sind weiblich.
  • Geographische Lage: 9° 53' Länge 51° 45' Breite

Geschichte

In der Chorbeischen Chronika 935 wurde berichtet, dass dem Geschlecht der Heger, wohnhaft auf dem Salz (Salzderhelden), das Dorf Strut (sumpfige Niederung) zu Lehen angetragen wurde.

In der selben Chronik wird erwähnt, dass das Dorf 1035 verwüstet wurde, die Helden und Heger samt Kirche es jedoch wieder aufbauten.

Das kaiserlich freie Stift Corbey, in dessen Namen die Junker alle 2 Jahre ein freies Feldgericht abhielten, wurde hier ebenso erwähnt. Hieraus wurde später das Thinggericht, von dem wir wissen, dass es am Sülberg dicht beim Dorf Strodthagen abgehalten wurde.

Diese Gerichtsplatz war etwa dort, wo heute noch ein Gedenkstein (Königsstuhl) steht.

Der Königsstuhl ist im Dorfwappen enthalten und war das Dienstsiegel der Strodthäger Bürgermeister.

1390 wurde Strodthagen als Zollort erwähnt, da es an der Handelsstrasse von Nord nach Süd, von Hannover über Einbeck nach Göttingen führte.

Die Heger, die dem Ort den Namen gaben, zogen aus dem Ort weg, da die Zeiten sehr unruhig waren. Auch wurde der Zoll nach Einbeck verlegt.

1909 wurde die Gemeinde mit elektrischem Strom von der Firma Lockemann in Sülbeck versorgt. Das Licht brannte erstmals nur als Straßenbeleuchtung.

1912 Aus einer Quelle im Landmannsholz bei Dörrigsen wurde erstmals eine Wasserleitung verlegt.

1921 errichtete der Ort ein Denkmal für die im Krieg gefallenen Opfer. Dieses wurde 1960 erweitert. 1928 wurde die Landstraße bis zu Kreuzung Iber-Edemissen gebaut.

1929 wurde der Ort kanalisiert und ein Bürgersteig angelegt.

Nach 1945 stieg die Einwohnerzahl um 160%. 1952 zählte man 52 Schulkinder, eine provisorische Schule wurde eingerichtet.

1954 Der Gemeinderat beschloss den Bau einer Schule, welche am 28. April 1956 eingeweiht wurde. Heute dient das Gebäude als Dorfgemeinschaftshaus.

Seit 1958 gibt es ein Kalthaus in Strodthagen, welches noch heute in Gebrauch ist.

1960 Eine neue Verbindungsstrasse zwischen Sülbeck und Strodthagen entstand.

1965 gründeten die Dörfer Odagsen, Immensen, Sülbeck, Buensen und Strodthagen einen Wasserbeschaffungsverband Landmannsholz. Dieser wurde 1990 von den Stadtwerken Einbeck übernommen.

Ab 1974, nach der Niedersächsischen Gebietsreform wurde Strodthagen zu einem Einbecker Ortsteil. Die Selbstständigkeit war dahin und die Gemeindeangelegenheiten wurden nunmehr in Einbeck entschieden.

1994 erhielt die Feuerwehr ihr neues Zuhause durch einen Anbau an das jetzige Dorfgemeinschaftshaus. Auf dem Vorplatz des Hauses entstand auf Betrieben des Ortsrates ein Kinderspielplatz.

1993/1994 wurde Strodthagen gründlich umgebaut. Die Stadt Einbeck schloss Strodthagen an das zentrale Klärwerk an, die EAM als Stromlieferant verlegte die Oberleitungen unter die Erde und die Durchgangsstrasse und die Nebenstrassen wurden erneuert.

Die Kirche in Strodthagen

Die St. Justin Kapelle steht im Mittelpunkt des Ortes. Im frühen Mittelalter eine Wallfahrtskirche und seit der Außenrenovierung 1996 das Schmuckstück des Ortes.

Errichtet wurde die Kapelle 17171741 auf Teilen der alten Grundmauern der ehemaligen Kirche. Erst 1892 wurde ein Fußboden und neue Bänke eingebaut. 1902 wurde eine kleine Orgel angeschafft und 1956 bekam die Kapelle einen neuen Außenputz. 1971 konnte die kleine Kapelle neu gestaltet werden, obwohl vorher seitens der Superintendantur in Einbeck bereits der Abbruch geplant war.

1996 wurde der Außenputz wieder entfernt und das Bruchsteinmauerwerk erscheint nun wieder im vollen Glanz.


Links

Strodthagen im Internet