Susanne Wüst

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Bauer-Preis für zwei Nachwuchsforscher

Zum achten Mal hat die Universitätsmedizin Göttingen den Helmut-Bauer-Nachwuchspreis für Multiple-Sklerose (MS)-Forschung vergeben. Er ging zu gleichen Teilen an die Mediziner Dr. Susanne Wüst und Lukais Haider. Der Göttinger Helmut-Bauer-Nachwuchspreis ist mit 10    .000 Euro der bestdotierte Nachwuchsförderpreis für Multiple Sklerose-Forschung in Deutschland. Das Preisgeld stiftet die Firma Biogen Idec.

Große Bedeutung,um künftige neue Therapien zu entwickeln

„Die Arbeiten beider Nachwuchswissenschaftler liefern neue, sehr grundlegende Erkenntnisse, um den Krankheitsverlauf und die Therapiemöglichkeiten von Multipler Sklerose besser zu verstehen. Die Forschungsergebnisse ihrer Arbeiten haben große Bedeutung, um künftige neue Therapien zu entwickeln“, sagte Prof. Wolfgang Brück, Direktor der Abteilung Neuropathologie, bei der Preisverleihung im Universitätsklinikum.

Preis in diesem Jahr geteilt

„Deshalb hat die Jury den Preis in diesem Jahr geteilt und zwei Nachwuchswissenschaftlern zuerkannt. Mit der Prämierung der Arbeit von Lukas Haider honoriert die Jury Forschungsergebnisse, die neue Erkenntnisse zur Pathogenese des Gewebeschadens bei der Multiplen Sklerose gebracht haben. Die Arbeit von Dr. Simone Wüst wurde prämiert, weil sie im Detail die Wirkung des monoklonalen Antikörpers Daclizumab bei der T-Zellaktivierung erforscht hat.“

In den U.S.A. tätig

Haider (23) ist derzeit als PhD Student in der Abteilung Neuroimmunologie im Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien tätig. Den Preis erhielt er für seine Arbeit zum Thema „Oxidative damage in multiple sclerosis lesions“.

Wüst (33) ist am National Institute of Neurological Disorders and Stroke (NINDS) in Maryland, USA in der Abteilung Neuroimmunologie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. In der prämierten Arbeit hat sie den Einfluss des Antikörpers Daclizumab auf Immunzellen des Körpers untersucht. Daclizumab richtet sich gegen das Antigen CD25, das verstärkt auf aktivierten T-Zellen exprimiert wird. Momentan wird Daclizumab in klinischen Studien zur Therapie von Multipler Sklerose getestet.