Thomas-Buergenthal-Haus

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Die 1897 unter dem Namen ‚Göttinger Volksbibliothek‘ gegründete Stadtbibliothek Göttingens befindet sich seit 1980 in der Gotmarstraße 8, dem ehemaligen Stadthaus in der Innenstadt. Das Gebäude diente während der NS-Zeit als städtisches Polizeigefängnis. Am 08.04.2008 wurde das Gebäude in ‚Thomas-Buergenthal-Haus‘ umbenannt. Der am 11.05.1934 in der Tschechoslowakei geborene Thomas Buergenthal ist Völkerrechtler und Jurist. Seine Mutter Gerda stammte aus Göttingen und auch er besuchte hier das Felix-Klein-Gymnasium. 1944 wurde seine Mutter in das Konzentrationslager Ravensbrück und er nach Ausschwitz-Birkenau deportiert. Sie schafften es beide zu Überleben und sahen sich im Dezember 1946 in Göttingen wieder. Nach dem Schulabschluss wanderte Thomas Buergenthal 1951 in die USA aus. Das Foto zeigt das Thomas-Buergenthal-Haus, inklusive des Gedenksteins, welcher am 17. Mai 2017 aufgestellt wurde. Die Inschrift der Tafel lautet: Zum Gedenken an die Menschen, die zwischen 1933 und 1945 trotz aller Bedrohungen mutig Widerstand gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime geleistet haben. Die Stadt Göttingen

Dieser Gedenkstein steht vor dem Thomas-Buergenthal-Haus. Hier befand sich das städtische Polizeigefängnis, in dem die meisten Göttinger Mitglieder des NS-Widerstands inhaftiert waren.

Thomas-Buergenthal-Haus.jpg

Quellen: