Waldbühne Bremke

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Waldbühne Bremke: Horst Fädrich, Günther Schneemann
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Das tapfere Schneiderlein in einer Aufführung von 1995
Eröffnungsvorführung: "Schneewittchen" 1949 auf der Waldbühne

Die Waldbühne Bremke in Bremke wurde 1949 zu Ehren der Gebrüder Grimm erbaut. Im gleichen Jahr fand die erste Aufführung ("Schneewittchen und die sieben Zwerge") statt. Jährlich finden die Märchenfestspiele des Göttinger Volkstheaters statt. 942 Zuschauerplätze bietet die Waldbühne. Das Ziel, das mit der Gründung der Waldbühne verfolgt wurde, wurde in einer Urkunde zur Grundsteinlegung 1949 festgehalten: "Licht zu senden in die Tiefen des menschlichen Herzens… in einer schweren Zeit, in der Deutschlands Zukunft dunkel und ungeklärt ist."

Schneeweißchen und Rosenrot auf der Waldbühne

Hoch aufragende Felsen, große Bäume und Natur pur. Perfekter kann die Kulisse für dieses Märchen kaum sein, und die Spieler nutzen den Raum auch über die Bühnengrenzen hinaus. Mal kommen sie von der Seite, dann stehen sie mitten im Publikum.

Und immer wieder ziehen sie vor allem die Kinder mit ihrer unverkrampften Spielfreude mit hinein ihr Stück „Schneeweißchen und Rosenrot“. Ein Märchenspiel nach den Brüdern Grimm in vier Akten. Am Sonntag ist Premiere und Start in die Märchen-Saison des Göttinger Volkstheaters auf der Bremker Waldbühne.

Es ist eines der bekanntesten, aber kein ganz typisches Märchen, das die Mitglieder des Volkstheaters unter der Leitung von Leonie Duell (Regie), Hans Ludolph (künstlerische Leitung) und Helmut Schwendtke (Theaterleitung) auf die Freiluftbühne in Bremke bringen. Die unschuldigen Schwestern, Schneeweißchen und Rosenrot (in rosa Kleidern und wunderbar lieblich interpretiert), sind zwar gegensätzliche Charaktere, stehen aber ohne Konkurrenz und Neid zueinander. Auch ihre Mutter und der starke Bär aus dem Wald sind auf der guten Seite. Charakteristischer für ein Märchen ist der Zwerg: böse, gemein, unfreundlich. Und undankbar, auch wenn ihn die beiden Schwestern immer wieder aus misslichen Lagen befreien – und um seinen langen Bart bringen. Dann gibt es noch Trolle und, für das doch märchenhafte Happy End, den Prinzen.

Es ist die 52. Märchensaison des Volkstheaters in Bremke, zum ersten Mal aber spielt das Ensemble mit Darstellern aus allen Altersklassen, Schülern und Berufstätigen das Märchen „Schweeweißchen und Rosenrot“. Sarah Tuczynski hat die bisherige Bühnenfassung für die Bremker Waldbühne umgeschrieben. Ergebnis: Eine Aufführung mit viel Witz, Tempo und Unterhaltung für die ganze Familie.

Die Aufführungstermine: Premiere am Sonntag, 20. Mai, um 15 Uhr; dann vom 27. Mai bis 22. Juli und vom 26. August bis 9. September jeden Sonntag und Pfingstmontag um 15 Uhr.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 15. Mai 2012

Steinschlag am 29. Januar 2009

Ein etwa drei Tonnen schwerer Felsbrocken hat sich von der Sandsteinwand oberhalb der Waldbühne in Bremke gelöst. Der riesige Stein zerstörte unter anderem das Requisitenhaus.

Vermutlich hat der strenge Frost und in die Hohlräume im Sandstein eingedrungene Feuchtigkeit dazu geführt, dass sich der Fels gelöst hat. Außerdem habe das Wurzelwerk der Büsche am Hang Boden und Felsen gelockert.

Der riesige Sandsteinbrocken hat das Requisitenhäuschen – ein Bau aus Holz mit großem Schiebetor, Schindelverkleidung und dem gerade vor zwei Jahren erst erneuerten Wellblechdach – nahezu komplett zerstört.

Auch der Rollwagen, mit dem die Akteure des Göttinger Volkstheaters Kulissen transportieren, und die von den Mitgliedern des Vereins Waldbühne in Eigenregie gemauerte Grillstelle direkt unterhalb der fast senkrechten Felswand wurden zermalmt.

Aufräumarbeiten

Bei den Aufräumarbeiten und der Hangsicherung wird der Verein von der Göttinger Brockensammlung kostenfrei unterstützt. Zurzeit arbeiten etwa sieben Männer der Brockensammlung, um den inzwischen zerkleinerten Felsbrocken wegzuschaffen. Außerdem werden die Risse im Sandstein verfugt, der Hang oberhalb der Bühne angeschrägt und der Bewuchs entfernt.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 29. Januar 2009