Wanfried: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 30. Oktober 2009, 16:26 Uhr

Einst Endpunkt der Werra-Schifffahrt: Schlagd wird der Hafen-Bereich in der hessischen Kleinstadt bezeichnet.

Wanfried ist eine Fachwerk-Kleinstadt mit 4500 Einwohnern. Sie liegt im Osten des hessischen Werra-Meißner-Kreises direkt an der Landesgrenze zu Thüringen. Zur Stadt gehören die Stadtteile Altenburschla, Aue, Heldra und Völkershausen, die zwischen drei und sieben Kilometer von der Kernstadt entfernt liegen.

Allgemein

Der Ort verfügt über eine gute Grundversorgungsinfrastruktur. Die Gemarkungsfläche hat eine Größe von 46,9 Quadratkilometern. Davon sind 48% Wald und 40% landwirtschaftliche Flächen. Das Landschaftsbild ist geprägt von einer sehr vielgestaltigen und prachtvollen Mittelgebirgslandschaft. Alle Wanfrieder Stadtteile liegen im schönen Werratal. Die Gemeinde verfügt über rund 700 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Wichtigste Wirtschaftszweige sind:

Industrie Eine Großdruckerei, Produktion und Vertrieb von Orthopädie- und Wellnessprodukten, Herstellung medizinischer Instrumente, Schleifmittelherstellung, Energieversorgung.

Handwerk Zahlreiche mittelständische Handwerksbetriebe unterschiedlicher Branchen.

Landwirtschaft Getreide- und Hackfruchtanbau, Rindvieh- und Schweinehaltung, Gärtnereien in den Stadtteilen Altenburschla und Heldra. Wanfried und Altenburschla sind staatlich anerkannte Erholungsorte. Altenburschla und Völkershausen waren Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Heldra wurde 2003 Landessieger im Wettbewerb „Unser Dorf“ und errang 2004 eine Silbermedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“.

Seit 400 Jahren Stadtrecht

Wanfried, die kleinste Stadt im Werra-Meißner-Kreis, tangiert den Süden des Eichsfelds. 2008 gibt es einen besonderen Grund zum Feiern. Die hessische Kleinstadt blickt auf 400 Jahre Stadtrechte zurück. Das Renaissance-Fest 22. bis 24. August) ist in Wanfried Höhepunkt der Feiern „400 Jahre Stadtrechte“. Gefeiert wird jedoch auch zu anderen Terminen So steht vom12. bis 13. Juli das Volks-, Schützen- und Heimatfest auf dem Programm. Höhepunkt wird der historische Festzug sein. Wanfried liegt an den Bundesstraßen 249 und 250. Sie verbinden die Stadt im Werratal mit der Kreisstadt Eschwege sowie mit Mühlhausen und Treffurt. Eine Bahnverbindung gibt es nicht mehr, Bahnreisende müssen bis Eschwege fahren. Von dort besteht eine Busverbindung in die hessische Kleinstadt. Bei dem Namen Wanfried wird nicht jeder an Schifffahrt denken. Doch einst war Wanfried der Endpunkt der Weser-Werra-Schifffahrt, und der Hafen, die Schlagd, Umschlagplatz für Waren von und nach Südosteuropa. Aufgrund dieser Bedeutung erhielt Wanfried 1608 die Stadtrechte verliehen.

Eichsfelder Verein

Vor fast 28 Jahren gründete sich im Hotel „Wanfrieder Hof“ in der Eichsfelder Heimatverein Hülfensberg und Werratal. Die an das südliche Eichsfeld grenzende hessische Kleinstadt war vor allem zu Zeiten der Zweistaatlichkeit von wichtiger Bedeutung. 1984 fanden in Wanfried die Bundestagung der Eichsfelder Vereine und die Eichsfelder Heimattage statt. Stätte für verschiedene Jahreshauptversammlungen des Eichsfelder Heimatvereins Hülfensberg und Werratal war das Bürgerhaus in Wanfried. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die Nord-Süd-Bahnstrecke Göttingen - Frankfurt teilweise durch die sowjetische Besatzungszone. An der „Whiskey- Wodka-Linie“ gab es immer wieder Differenzen zwischen Russen und Amerikanern. Es kam zu einem Gebietsaustausch. Hessische Gemeinden gerieten in die sowjetische Zone und dadurch später in die DDR. Einige Eichsfelddörfer kamen zu Hessen. Im Wanfrieder Abkommen wurde der Gebietsaustausch festgelegt.


Links

Wanfried im Internet