Weender Festhalle

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Trümmerfeld Festhalle

Die Weender Festhalle ist eine Veranstaltungshalle in Weende. Sie wurde im September 2009 abgerissen.


Presse

Die Weender Festhalle ist ein Trümmerhaufen. Das entkernte Gebäude ist abgerissen, nur noch der Anbau mit der Bühne steht aufrecht. Der Stadtrat hatte beschlossen, die Festhalle abzureißen und bis Ende nächsten Jahres mit fast fünf Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm ein neues multifunktionales Gebäude mit Klassenräumen für die Schule am Tannenberg, einem Hort und einer Mensa, nutzbar auch als großer Veranstaltungssaal, zu erstellen. Das Inventar der alten Halle ging an Schulen, Feuerwehr und Vereine. Der Gebäudeabriss selbst sollte eigentlich erst in den Herbstferien passieren. Die Arbeiten gingen offenbar schneller und unproblematischer als vorgesehen, so Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Baubeginn für das neue Gebäude ist der Stadtverwaltung zufolge der 26. Oktober. Vorgesehen sind unter anderem ein Foyer mit großer Garderobe, Lager für Bühne, Stühle sowie Tische. Der Ortsrat beklagt, dass die Mensa aus Kostengründen nur eine geringe Deckenhöhe bekommt – zu niedrig für große Veranstaltungen mit Musik.ft / Theodoro da Silva

  • Göttinger Tageblatt vom 15. September
Weender Festhalle
Ende einer Ära: Abschiedsparty in der Festhalle

Zum Abschied von der Weender Festhalle veranstaltet der Ortsrat für alle Bürger am Sonnabend, 4. Juli, eine Abschiedsparty in der Halle. Ab 18 Uhr wird die Band "Thirsty Skiffle Ltd." aufspielen, und die Weender Feuerwehr wird vor der Halle den Grill anwerfen. Der Stadtrat hat beschlossen, die Weender Festhalle abzureißen und bis Ende nächsten Jahres mit fast fünf Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm ein neues multifunktionales Gebäude mit Klassenräumen für die Schule am Tannenberg, einem Hort und einer Mensa, nutzbar auch als großer Veranstaltungssaal, zu erstellen. Noch in den Ferien am 20. Juli soll damit begonnen werden, den endgültigen Abriss vorzubereiten. Das Inventar der alten Halle soll in Absprache mit dem Ortsrat an Schulen, Feuerwehr und Vereine verteilt werden. Der Gebäudeabriss selbst soll in der schulfreien Zeit zwischen 14. September und 16. Oktober passieren. Baubeginn für das neue Gebäude ist der Stadtverwaltung zufolge der 26. Oktober. Vorgesehen sind unter anderem ein Foyer mit großer Garderobe, Lager für Bühne, Stühle sowie Tische. Über den aktuellen Stand der geänderten Pläne macht die Stadtverwaltung keine Angaben. "Die Planungen liegen in den letzten Zügen", so Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Es gebe nur ein enges Zeitfenster. Die Festhalle sei nicht nur für die Weender, sondern für alle Göttinger Bürger und Institutionen ein guter und beliebter Veranstaltungsort gewesen, erklärt der stellvertretende Ortsbürgermeister Hans Otto Arnold (CDU). "Deshalb wollen wir nicht einfach sang- und klanglos dieses Kapitel abschließen, sondern wenigstens mit einer kleinen Abschiedsparty das Ende einer Ära würdigen." Es bestehe Zutrauen zur Verwaltung, dass auch der Neubau gute Bedingungen für große Veranstaltungen bieten werde, so Arnold. "Die Unterhaltung wird der Stadt in den nächsten Jahrzehnten dann hoffentlich besser gelingen, als dies bei dem wenig geschätzten Erbstück des alten und reichen Weende der Fall war."

Weender Festhalle
  • Göttinger Tageblatt vom 1. Juli 2009


Festhallen-Abriss soll am 20. Juli beginnen Die letzte Veranstaltung in der alten Weender Festhalle wird voraussichtlich eine große Hochzeit am 11. Juli sein. Bis zum 17. Juli muss das Inventar raus, am 20. Juli soll mit dem Abriss begonnen werden. So sieht jedenfalls derzeit der Zeitplan der Verwaltung aus. Die neuesten Änderungen an den Plänen für ein neues multifunktionales Gebäude mit Klassenräumen und Mensa auch für Festveranstaltungen lagen dem Ortsrat am Donnerstagabend nicht vor. Die rund 4,5 Millionen Euro teure neue Halle soll mit Geld aus dem Konjunkturpaket II ab November am Standort der alten Halle in der Ernst-Fahlbusch-Straße neu errichtet werden. Die SPD stellte einen Dringlichkeitsantrag, mit dem Abriss solange zu warten, bis der Baubeginn genau feststehe. Die CDU zweifelte am Sinn, stimmte einem Prüfauftrag aber zu. Die Abrissarbeiten dauerten mindestens fünf Wochen und könnten nur in der schulfreien Zeit erfolgen, so Eckhard Berger (CDU).

Weender Festhalle

Einig war sich der Ortsrat darin, dass altes Halleninventar, darunter fast 500 Stühle Tische und Theke an Feuerwehr, Hainbund- und Tannenberg-Schule abgegeben werden sollen. Ein wertvoller Steinway-Konzertflügel soll in Weende bleiben. Ob es einen abschließbaren Raum in der neuen Mensa geben wird, ist noch unklar. Ein Kaufangebot über 9000 Euro liegt vor. Der Festauschuss des Ortsrates bereitet eine öffentliche Abschiedsfeier am 4. Juli in der alten Halle vor.

Weender Festhalle


  • Göttinger Tageblatt vom 13. Juni 2009


Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) in Weender Festhalle Ob es am Thema lag? Oder am guten Wetter? Oder am angestaubten Ambiente der Weender Festhalle? Aber ein mitreißender Auftritt sieht anders aus. Die Rede des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) zum Thema "Unser Niedersachsen in Europa" geriet gestern zur nüchternen, wenn auch bestimmten Bestandsaufnahme. "Bei Ihnen kommt Europa an", sagte er den rund 250 Zuhörern. Als ganz konkrete Beispiele aus der Region nannte Wulff etwa das Brotmuseum Ebergötzen, das Freibad in Reiffenhausen oder das Gut Besenhausen als Projekte, die direkt durch Förderungen der Europäische Union (EU) profitiert haben. Auch Forschungsprojekte an der Universität oder Beschäftigungsprogramme der Agentur für Arbeit und der Volkshochschule würden direkt gefördert. Europa sei ein großes Geschenk, sagte Wulff. Nicht nur habe es durch ein geeintes Europa 60 Jahre Frieden in Deutschland gegeben, auf den Gebieten des Umweltschutzes oder eines gemeinsamen Verbraucherschutzes sei viel erreicht worden. Zudem habe die EU-Agrarpolitik den Bauern im Agrarland Niedersachsen "gute Entwicklungen" gebracht. Für das Land Niedersachsen, das im Bereich der Landwirtschaft in Deutschland an erster Stelle stehe, sei das wichtig.

Weender Festhalle

Niedersachsen habe als Land in der Mitte Europas, sei es als Agrar- oder Industrieland, von der EU profitiert und werde es weiter tun, so der Tenor in Wulffs Rede. Auch wenn es wichtig sei, etwa in der Finanz- und Wirtschaftspolitik einen gemeinsamen, europäischen Grundkonsens zu finden, plädierte Wulff weiterhin für nationale Zuständigkeiten etwa bei Einwanderungsfragen oder in der Sozialpolitik. Der Applaus in der Halle war freundlich. Vor der Halle warteten unterdessen Göttinger Schüler, Eltern und Lehrer, um mit Wulff ein ganz konkretes, landespolitisches Thema zu diskutieren: das so-genannte Turbo-Abitur. Wulff nahm sich die Zeit.

  • Göttinger Tageblatt vom 20. Mai 2009