Westeröder Carneval Club

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Der Westeröder-Carneval-Club besteht seit vier Jahrzehnten. Im Jahr 2010/11 feierte er seinen runden Geburtstag. Erster Präsident war Hermann Nolte. Derzeitiger Präsident ist Stefan Beckmann. Prinzenpaar der der Saison 2010/11 sind Markus I. und Andrea III. (Schatz).

Geschichte

Schon Ende der sechziger Jahre konnten in einigen Dörfern des Eichsfeldes sich der heutigen Zeit ähnelnde, karnevalistische Regsamkeiten verzeichnet werden. Weil der Westeröder nicht nur als eine gesellige und fröhliche Natur gilt, sondern auch für Kuriositäten bekannt ist, war es nicht verwunderlich, dass bereits 1952 die ersten Grundideen zu einem Karnevalverein entsprangen. Unter der Regentschaft des ersten Prinzen, Heinrich d. I. ,Heinrich Dunkel, sowie des von der Dorfjugend gewählten Elferrates, entwickelten sich weitere Tätigkeiten. Doch leider hielt dieser Unternehmungsgeist nicht lange an.

1970/71 traf man sich nach einer längeren Ruhezeit Rosenmontag am runden Tisch in der Gaststätte Kellner. Man wollte den Grundgedanken, einen Karnevalverein wieder ins Leben zu rufen, verwirklichen. Anfangs bestand dieser noch aus einem lockeren Zusammenschluss von ca. 20 Karnevalfreunden.

1971/72 wurde das erste offizielle Prinzenpaar für die Karnevalsaison, Prinz Hubert d. I. (Bömeke) und Prinzessin Edeltraud d. I. (Steffanski), auserwählt. Während dieser Zeit wurde ebenfalls die Idee des "Goldenen Buches" aus der Taufe gehoben. Die erfolgreich durchgeführte Sammlung wurde würdig begossen. Der Gewinn belief sich damals auf die beachtliche Summe von 27,- DM. Bei einer Karnevalsversammlung, die in der Gaststätte Hermann Schröder abgehalten wurde, konnte der Narrenhäuptling, Hermann Nolte, sowie der erste offizielle Elferrat, bestehend aus Bernward Schwedhelm (Schriftführer), Berti Senger, Hans Senger, Karl-Heinz Nolte, Josef Artmann und Heinrich Dunkel festgelegt werden. Durch die Stürmung des Duderstädter Rathauses gelang es dem Westeröder Carneval Club, eine bis heute beibehaltene beliebte Tradition ins Leben zu rufen. Dieses Brauchtum ist für viele Eichsfelder Karnevalvereine ein fester Bestandteil der "drei Tollen Tage" geworden. Im Anschluss wurde der erste, aus Prinzen-, Würstchen-, Bier- und Musikwagen bestehende Rosenmontagszug in Westerode durchgeführt.

1972/73 wie auch in den folgenden Jahren, wurden alle Versammlungen in den Gaststätten Schröder und Kellner abgehalten. Dort traf man alle Vorbereitungen der närrischen Zeit und wählte die neuen Prinzenpaare aus. Die neue Regierungsperiode traten Prinz Hans d. I. (Senger) und Prinzessin Reinhild d. I. (Gieseler) an. Unterstützt wurden sie durch den bestehenden Elferrat, sowie den neuen Schriftführer Andreas Schöke. Gleichzeitig bildete sich eine Prinzengarde mit vier jungen Mädchen.

Die überlieferte Tradition des Hahnenschlagens wurde in das Rosenmontagsgeschehen mit aufgenommen.

Auf einer Wiese wurde eine Fläche abgesteckt und in der Mitte ein kleines Loch ausgehoben. Mit einer Art Dreschflegel musste man in das Loch treffen. Drei Versuche standen einem zu. Dies erforderte jedoch viel Geschick, denn man bekam die Augen verbunden und wurde mehrmals um seine eigene Achse gedreht. Derjenige der dieses Kunststück vollbrachte gewann einen gestifteten lebendigen Hahn.

1973/74 wurden Kappen für den Elferrat und die Prinzengarde sowie ein Prinzenstab für den Prinz Karl d. I. (Beckmann) mit seiner Lieblichkeit Prinzessin Brigitte d. I. (Tauchmann) angeschafft. Am 29.12.74 veranstaltete man den ersten Büttenabend im Gasthaus Schröder. Der damalige Eintritt belief sich auf 2,50 DM. Die geladenen Ehrengäste wie Duderstadts Bürgermeister Thiele, Ortsbürgermeister Wilhelm Rudolph und Pastor van der Nievenhof konnten sich prächtig amüsieren. Durch das Programm führte Berni Vollmer als Conférencier. Als erster Aktiver stieg Klaus Nolte, als Ausrufer, in die Bütt. Bei der Rathausstürmung bekam Westerode durch Cäcilia Duderstadt Verstärkung. Im Anschluss daran wurde erstmals in der Gaststätte Kellner ein gemeinsames Klebchenessen veranstaltet. Auch außerhalb der Vereinstätigkeiten wirkte der Carneval Club im Dorfgeschehen fleißig mit. Das Fußballspiel zwischen Kolpingfamilie und WCC war ein großer Erfolg. Den Gewinn von 615,- DM stiftete man der Kirche St. Johannes zum Orgelbau. Ein Bericht dieser Wohltätigkeit wurde sogar in der Maiausgabe der "Eichsfelder Heimatstimmen" veröffentlicht.

1974/75 wählte man neben dem altbekannten Vorstand und Elferrat Eckhard Steib zum Vizepräsidenten. Als Prinzenpaar wurde Prinz Hubert d. II. (Engelhardt) und Prinzessin Roswitha d. I. (Tauchmann) auserkoren. Zur Rathausstürmung gesellten sich immer mehr Karnevalisten zu einem bunten Treiben. Bevor der bewährte Umzug sich in Bewegung setzte, wurde dem Kindergarten ein kurzer Besuch abgestattet.

1975/76 traten das Prinzenpaar Horst d. I. (Wilhelmi) und Ingrid d. I. (Wilhelmi) ihre Regierungszeit an. Der neue Vorstand, Karl Beckmann (Präsident) und Berni Vollmer (Vizepräsident), stürzte sich samt Elferrat auf die Vorbereitungen des nächsten Büttenabends. Bei dieser Veranstaltung traten die Hofsänger erstmals ins Rampenlicht, eine Attraktion, die heute nicht mehr wegzudenken ist. Man baute einen Prinzenwagen, welcher auch beim Marsch nach Duderstadt und beim eigenen Umzug eingesetzt wird. Nach vorangegangenen zahlreichen Vorbereitungen wurde am 4. September 1976 die offizielle Eintragung beim Amtsgericht Duderstadt veranlasst. Die Mitgliedschaft belief sich auf 50 Pfennig monatlich.

1976/77 inszenierte man, als sogenannten Startschuss für die närrische Zeit, den ersten Auftakt in der Gaststätte Schröder. Für alle Mitglieder wurde ein vorzügliches Essen gereicht, an welchem sich auch Nichtmitglieder für 7,- DM erfreuen konnten. An diesem Abend stellte sich auch das neue Prinzenpaar, Prinz Johannes d. I. mit seiner Lieblichkeit Doris d. I. (Schwedhelm) vor. Beim Büttenabend am 8. Januar 1977 im Gasthof Kellner durften erstmals auch Frauen in den Genuss kommen, sich in der Bütt als Redner zu behaupten. Durch die Einführung eines Abschiedsessens, dass das amtierende Prinzenpaar zu Rosendienstag stiftete, wurden die Weichen für ein weiteres Brauchtum gestellt. Dies sollte als formvollendeter Schlussakt die Vereinstätigkeiten der Karnevalsaison offiziell beenden.

1977/78 zählte der WCC bereits 80 Mitglieder, die sich durch viele Aktivitäten auszeichneten. Wie schon im vorigen Jahr organisierte man einen Auftakt mit einem Lottospiel und einer Tombola. Als Höhepunkt wurde der neue Prinz, Josef d. I. (Marx) und seine Prinzessin, Marita d. I. (Borchardt), vorgestellt. Nach der Musik der Kapelle "Oldtimer", welche schon zu einem festen Bestandteil dieser Veranstaltung zählte, konnte nach Herzenslust getanzt werden. Aufgrund der ständig wachsenden Besucheranzahl des Büttenabends wurde einige Wochen vor der Veranstaltung ein Kartenvorverkauf abgehalten. Während des Abends konnte das Prinzenpaar mit neuer Krone und Zepter ein glänzendes Bild abgeben.

1978/79 wurde während des Auftaktes das Prinzenpaar, Norbert d. I. (Vollmer) und Elisabeth d. I. (Günther) in ihr Amt eingeführt. Ein weiteres Beispiel für Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Dorfgemeinschaft war die Planung und Durchführung der Kirmesveranstaltung, welche einen beachtlichen Gewinn von 1.613,- DM erbrachte. Dieser Erlös wurde zu wohltätigen Zwecken der Tagesstätte St. Raphael gespendet. Zu der altbekannten Schar der Büttenredner gesellte sich erstmals die Gymnastiktruppe mit einer flotten Darbietung. Nachdem der Verkauf von Würsten während des Umzuges zum festen Bestandteil gehörte, zog man in Erwägung, einen fahrbahren Grill anzufertigen. Durch eine beispielhafte Zusammenarbeit der Vereinskameraden gelang es, den neuen Würstchenwagen rechtzeitig zum Umzug fertig zustellen, um ihn auf seine Jungfernfahrt zu schicken.

1979/80 durften sich der neue Prinz, Rudi d. I und seine Lieblichkeit Prinzessin Angelika d. I. (Esseln) auf das Festmahl zum Auftakt freuen. Hierzu wurde eigens ein Schwein durch den Vereinsschlachter und Ex-Prinzen Johannes Schwedhelm geschlachtet. Die Beliebtheit dieser Veranstaltung spiegelte sich an den gestiegenen Besucherzahlen wieder. Ebenso erfolgreich konnte, dank der zahlreichen und mühevollen Darbietungen der Aktiven, der Büttenabend veranstaltet werden. Da bislang alle Darsteller den Eintritt selbst bezahlten, wurde beschlossen, einen Aktivenabend zu veranstalten. Dieses Versprechen wurde, bei vollster Zufriedenheit aller Beteiligten, erstmals am 15. März 1980 eingelöst.

1980/81 belief sich die Mitgliederzahl auf 92 Personen. Auch in diesem Jahr wurde wieder ein Beitrag zum Dorfgeschehen geleistet. Die bevorstehende Kirmesveranstaltung wurde bereitwillig vom WCC in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten übernommen. Mit zur Hauptattraktion zählte ein Freundschaftsspiel der Altherrenmannschaften aus Mingerode und Westerode. Der Gesamterlös dieser Aktionen belief sich auf 1.305,26 DM und wurde dem Kindergarten Westerode zur Anschaffung von Spielgeräten gestiftet. Leider konnte das proklamierte Prinzenpaar, Franz d. I. und seine Lieblichkeit Rita d. I. (Lichtenberg) nicht vollständig seine Regierungszeit antreten. Da der Prinz Franz durch eine Sportverletzung derart gehandikapt war, ergriff das vorjährige Prinzenpaar nochmals das Zepter. Sie nutzten die Gelegenheit zum 10-jährigen Vereinsbestehen die Herrschaft über das närrische Volk länger auszuüben.

1981/82 konnte der große Jubiläumsumzug trotz vorangegangener terminlicher Schwierigkeiten doch noch durchgeführt werden. Sämtliche Ortsvereine stellten weitere Wagen zur Verfügung. Nach vollständiger Genesung konnten Prinz Franz d. I. und Rita d. I. endlich die Regentschaft übernehmen. Beide stellten sich während des Auftaktes vor, der nun in der Gaststätte Schröder veranstaltet wurde. Trotz der fragwürdigen Sparmaßnahmen der Duderstädter Stadtväter, die unser Erscheinen nicht mehr im Rathaus wünschten, ließ es sich der WCC nicht verwehren, sich wenigstens vor dem Regierungspalast zu treffen. Zur Volksbelustigung stürmte man eben symbolisch die Pforten. Nach erfolgreicher Narrenzeit veranstaltete man einen Aktivenabend in der Mehrzweckhalle. Nicht so erfolgreich hingegen behauptete sich der WCC beim diesjährigen Kirmesschießen. Trotz des letzten Platzes beteiligte sich der WCC gern bei vielen weiteren Vereins- und Dorfveranstaltungen.

1982/83 konnte der Präsident endgültig bekanntgeben, dass der Westeröder Carnevals Club am 20. Dezember 1982 amtlich im Vereinsregister eingetragen wurde. Während des Auftaktes wurden das Prinzenpaar, Prinz Bernward d. I. und Prinzessin Inge d. II. (Hölscher) vorgestellt. Aufgrund der steigenden Besucherzahl beim Büttenabend entschloss man sich, eine weitere Büttenveranstaltung durchzuführen.

Dies wurde in Form eines Büttennachmittages verwirklicht. Neben dem gewohnten Ablauf des Rosenmontages stürmte man auf Initiative des Elferratsmitgliedes Erich Friedrich (Putz) erstmals die Volksbank am Großraumparkplatz. Da diese Aktion von der Führung der Bank sehr geschätzt wurde, nahm man dieses Vorhaben als festen Bestandteil des Karnevaltreibens, während der „drei Tollen Tage“, mit auf.

1983/84 wurde während des Auftaktes das neue Prinzenpaar, Willi d. I. und seine Lieblichkeit Mechthild d. I. (Nolte) vorgestellt. Eine weitere Attraktion an diesem Abend bildete eine Rätselaufgabe mit drei Gewinnen. Diejenigen, welche der Lösung am nächsten kamen, durften sich an einer leckeren Torte erfreuen.

1984/85 konnten Prinz Willi d. II. und Prinzessin Ute d. I. (Lichtenberg) das Erbe des Prinzenpaares mit einer Antrittsrede beim Auftakt übernehmen. Nicht nur berauschende Feste, sondern auch Wohltätigkeiten sind dem Konto des WCC's gutzuschreiben. Unter anderem wurde der Reingewinn der gemeinsamen Karnevalveranstaltung (mit den Vereinen aus Desingerode, Hilkerode, Mingerode sowie Cäcilia Duderstadt) vom 3. November 1984 in Höhe von 1.026,80 DM den Unwettergeschädigten in Tauberbischofsheim zur Verfügung gestellt. Während des Marsches zur Rathausstürmung wurde der neue Prinzenwagen in Gestalt des Wahrzeichens Westerodes, der Eule, der Öffentlichkeit vorgestellt.

1985/86 wollte der WCC seinen treuen und unentbehrlichen Aktiven und allen Mitgliedern etwas Besonderes bieten. Als kleines Dankeschön wurde der Aktivenabend in Form einer Zugfahrt ab Göttingen nach Tauberbischofsheim gestaltet. Dieser zweitägige Vereinsausflug mit vielen unserer Karnevalfreunden ging, dank der sorgfältigen Planung, als unvergessliches Erlebnis in die Vereinsgeschichte ein. Ebenso waren Prinz, Karl d. II. und die neue Prinzessin Marita d. II. (Borchardt) die Tollitäten des Jahres. In gewohnter Weise wurden beide während des Auftaktes zum Prinzenpaar proklamiert.

1986/87 betrug die Mitgliederzahl bereits 101 Personen. Nach alter Manier stellte sich der neue Prinz, Michael d. I. mit seiner Lieblichkeit Prinzessin Rita d. II. (Rust), mit seiner Antrittsrede nach dem Essen vor. Der Karnevalumzug wurde erstmals auf den Sonntag vor Rosenmontag gelegt. Diese Verlegung dachte man den Kindern Westerodes zu, die sich so am Umzug beteiligen bzw. erfreuen konnten. Die restlichen Aktivitäten des Rosenmontags behielten in gewohnter Weise ihre Gültigkeit.

1987/88 eröffnete man den Auftakt nach altbewährter Art mit einem deftigen Schlachte-Essen. Ebenso präsentierte sich das neue Prinzenpaar Anton d. I. und Karla d. I. (Nolte). Dank der ausgezeichneten Organisation konnten der Büttenabend, der Büttennachmittag sowie die drei tollen Tage erfolgreich veranstaltet werden.

1988/89 bewies der Verein einem seiner Gründungsmitglieder, Ewald Diedrich, seine Treue und Dankbarkeit. Der WCC unterstützte ihn bei seinem 25-jährigen Firmenjubiläum. Dank des selbstlosen Einsatzes an zwei Tagen kam ein großer Teil des Erlöses wohltätigen Zwecken der Tagesstätte St. Raphael zugute. Ein schönes Beispiel für den Zusammenhalt der dörflichen Gemeinschaft. Während des Auftaktes stellten sich Gerhard d. I. und Claudia d. I. (Hampel) als neues Prinzenpaar vor. Sie führten ihr Gefolge gekonnt durch die närrische Zeit.

1989/90 traten Prinz Bernward d. II. und Prinzessin Andrea d. I. (Vollmer) in die Fußstapfen ihrer Vorgänger. Aufgrund der Grenzöffnung entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen zum Berlingeröder-Carneval-Club. Bei geselligen Veranstaltungen wurden Erfahrungen ausgetauscht. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums wurde der Rosenmontagsumzug in großem Rahmen abgehalten. Die örtlichen Vereine unterstützten hierbei den WCC. Nach der Gründung des Interessenverbandes-Eichsfelder-Carnevals-Vereine (IECV) schloss sich der WCC als aktives Mitglied an.

1990/91 wurde wieder ein Vereinsausflug anstelle des Aktivenabends für alle Vereinsmitglieder unter dem Motto „Kaffeefahrt“ veranstaltet. Ein weiteres Stückchen Vereinsgeschichte wurde dadurch geschrieben. Mit einer Bummelbahn ging es von Göttingen aus auf der neuen Schnellzugstrecke zur Fuldabrücke, was unvergesslich bleiben wird. Pünktlich zur Fahnenweihe konnte der WCC seine erste Vereinsstandarte präsentieren. Diese Festlichkeit wurde im Schützenhaus veranstaltet. Wie gewohnt stellte sich das neue Prinzenpaar Michael d. II. und Beatrix d. I. (Schmalstieg) während des Auftaktes vor. Der Büttenabend und Büttennachmittag wurde erstmals in der Mehrzweckhalle durchgeführt. Aufgrund der kritischen Lage des Golfkrieges wurden sämtliche Aktivitäten über die „drei tollen Tage“ abgesagt.

1991/92 stellten sich die Aktiven des WCC in den Dienst der Lebenshilfe. In Gemeinschaftsarbeit mit der Firma Ewald Diedrich fand das Salatbuffet während des Duderstädter Bürgerfestes großen Anklang. Nach der Abrechnung konnte der Lebenshilfe der stolze Betrag von 5.000,- DM übergeben werden. Die karnevalistische Saison wurde traditionsgemäß während des Auftaktes durch den Prinzen Peter d. I. und die Prinzessin Regina d. I. (Gehrt) eröffnet.

1992/93 traten Prinz Michael d. III. und seine Lieblichkeit Petra d. I. (Siebenhütter) das Regierungsamt als Prinzenpaar an. Um an den "drei tollen Tagen" auch der Dorfjugend etwas zu bieten, ließ man sich etwas Besonderes einfallen. Am 21. Februar 1993 schrieb man mit der Eröffnung der 1. „Uhlen-Faschings-Disco“ ein weiteres Stück Vereinsgeschichte. Ebenso erfolgreich verlief das restliche Fastnachtstreiben in gewohnter Weise.

1993/94 trat Prinz Joachim d. I. und Prinzessin Andrea d. II (Schulze) die Regentschaft an. Am Büttenabend präsentierte sich der Elferrat in neuen Uniformen. Ebenso konnte ein neu gestaltetes Männerbalett bewundert werden. Die Aktivitäten während der „drei tollen Tage“ verliefen in gewohnter Weise.

1994/95 war sicherlich die vorerst letzte Zugfahrt am 19. Juni vom Westeröder Hauptbahnhof ein Novum für die Vereins- und Dorfgeschichte. Als Ziel der Kaffeefahrt suchten sich die Initiatoren des WCC's das malerische Walkenried im Harz aus. Hier wurde allen Teilnehmern bei bestem Wetter ein wunderschöner Nachmittag mit Blasmusik geboten. Durch die Veranstaltungen zum 25jährigen Jubiläum des WCC führte die Narrenschar das Prinzenpaar Werner d. I. und Jutta d. I. (Jung). Zu diesem Jubiläum trug der Prinz erstmals eine Kette, auf der die Namen aller vorherigen Prinzenpaare eingraviert sind. Beim Festakt überbrachten Bürgermeister Lothar Koch, Ortsbürgermeister Bernward Vollmer, die Vorsitzenden der örtlichen Vereine und die Vertreter der befreundeten Karnevalvereine ihre Glückwünsche. Eine große Schar von Gründungsmitgliedern konnte an diesem Abend geehrt werden. Neben der 3. „Uhlen-Disco“ wurde erstmals ein Kinderbüttennachmittag veranstaltet. Der Jubiläumsumzug des WCC zählte zu den bisher größten Umzügen in Westerode. Über 1000 Zuschauer säumten die Straßen des Ortes, der vorübergehend für den Fahrzeugverkehr gesperrt wurde.

  • Quelle: Homepage des Ortsteil Westerode, Zugriff am 30. November 2010

Jubiläum

Prinzenpaare aus vier Jahrzehnten

Der runde Geburtstag wurde jetzt im Rahmen der Sessionseröffnung 2010/11 im Beisein aller Prinzenpaare, die seit Vereinsgründung das närrische Volk angeführt haben, gefeiert. Vor Fotowänden und vertieft in Fotoalben schwelgten Prinzenpaare und Volk in Erinnerungen an die Zeit ab 1970. Hermann Nolte, erster WCC-Präsident, ließ 40 Sessionen Revue passieren und überreichte dem heutigen Vereinspräsidenten Stefan Beckmann seine in einem Buch festgehaltenen Aufzeichnungen.

Für besondere Verdienste und mindestens 15 Jahre in der Bütt wurden Karl-Heinz Steinmetz, Holger Sommerfeld, Andreas Schöke, Josef Marx, Rita Magerkurth und Werner Jung ausgezeichnet. Mit der silbernen Ehrennadel für 20 Jahre in der Bütt wurde der Präsident Stefan Beckmann geehrt. Die Auszeichnung für 25 Jahre und die goldene Ehrennadel erhielten Hubert Hölscher, Anton Nolte, Berni Vollmer und Klaus Beckmann.


  • Quelle: Eichsfelder Tageblatt, 29. November 2010, S. 9