Wetterwarte Göttingen

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Die Wetterwarte Göttingen, zum bundesweiten Messnetz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gehörend, ist die südlichste Beobachtungsstation im Bereich der Regionalen Messnetzgruppe (RMG) Hamburg.

Im November 1993 wurde die neue Wetterwarte in einem wetterdiensteigenen Gebäude in der südlichen Feldmark des Ortsteils Geismar gelegen, etwa zwei Kilometer östlich des Leinetals und einen Kilometer südlich des Geismaraner Bebauungsgebietes, gelegen auf 167m über NN, eingeweiht und zum regelmäßigen Dienstbetrieb übergeben.

Im Jahr 2007 wurde das Messfeld mit modernster Messtechnik ausgestattet und nach den aktuellen Vorgaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) neu angeordnet.

Die Adresse lautet: Im Bruche 33, 37083 Göttingen, Tel.: 0551/7989491.

Im Osten sind die Wetterstation (Wst.) Leinefelde, die Wst. Braunlage und die Wetterwarte Brocken benachbart, im Süden die Wst. Kassel und die Wetterwarte Fritzlar. Westlich gelegen sind die Wetterwarte Bad Salzuflen und die Wst. Bad Lippspringe und im Norden liegen die Flugwetterwarte Hannover und die Wst. Braunschweig.

Leiter der Wetterwarte Göttingen ist seit Juni 2004 Matthias P. Hans.


genaue Lage


ausgewählte Extremwerte der Wetterwarte Göttingen:

  • Höchste Temperatur (2 m): 37,9°C am 09.08.1992 (H-F-W)

36,4°C am 09.08.2003 (Geismar)

  • Tiefste Temperatur (2 m): -28,0°C am 16.02.1956

-24,1°C am 07.01.2009 (Geismar)

  • Tiefste Temperatur am Boden: -32,2°C am 16.02.1956
  • Meiste Heiße Tage (30°C oder heißer): 27 im Jahr 1947;
  • Meiste Eistage (Maximum unter 0°C): 59 im Jahr 1963
  • Wärmstes Jahr: 1990 10,2°C Jahresmittel
  • Kälteste Jahre: 1940 und 1963 7,0°C Jahresmittel
  • Durchschnittliche Jahresmitteltemperatur (1961-1990 ): 8,4°C (langj. Mittel)
  • Sonnenscheinreichstes Jahr: 1972 Stunden im Jahr 1959;
  • Sonnenscheinärmstes Jahr: 1217 Stunden im Jahr 1987 (H-F-W);
  • Durchschnittlicher Jahres-Sonnenschein (1961-90 ): 1422 Stunden
  • Niederschlagsreichstes Jahr: 1043 mm im Jahr 1981 (H-F-W);
  • Trockenstes Jahr: 392 mm im Jahr 1959
  • Größte Niederschlagssumme
  • Eines Tages (24 Stunden): 70,2 mm am 03.06.1981 (H-F-W)
  • Durchschnittliche Jahres-Niederschlagshöhe (1961-90 ): 645 mm
  • Höchste Windspitze: 34,5 m/s (Windstärke 12) am 25.01.1990 (H-F-W)
  • Meiste Sturmtage (Böen 8 Bft oder mehr): 34 im Jahr 1998;
  • Wenigste Sturmtage: 0 im Jahr 1958
  • Größte Schneehöhe: 33 cm am 21.01.1940 und * Am 18.02.1969
  • Erläuterungen:
  • (H-F-W): Göttingen-Zentrum, Hermann-Föge-Weg 12 (bis Okt. 1993);
  • (Geismar): Göttingen-Geismar, Im Bruche 33 (ab November 1993)


Stand: August 2011

Geschichtliches

Wetterbeobachtungen in Göttingen

Bereits im Jahre 1850 trat der Naturforscher Alexander von Humboldt dafür ein, dass die Universitäten im norddeutschen Raum sich mit dem Thema der Wetterbeobachtung befassen sollten.

Wie aus der Klimakunde des Deutschen Reiches aus dem Jahre 1939 zu entnehmen ist, wurden tatsächlich ab 1850 in Göttingen Temperatur und Niederschlag gemessen.

Bis 1927 geschah dies auf dem Gelände der Landwirtschaftlichen Fakultät zwischen Kreuzbergring und Nikolausberger Weg. Danach übernahm Prof. Dr. Meyermann in der Sternwarte die Messstation bis 1943.

Von 1943 bis 1945 befand sich die Wetterwarte auf dem ehemaligen Flugplatz (heute ist dort das Groner Industriegebiet zu finden). Die folgenden Beobachtungsstationen befanden sich in der Bunsenstraße und an der Stegemühle, dem heutigen Wasserwerk (bis 1966).

Von 1967 bis 1993 war die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes im Gebäude des Bundesvermögensamtes, eine alte Villa im Ostviertel, im Hermann-Föge-Weg 12, mit untergebracht. Die Beobachtungsbedingungen waren dort nicht optimal, auch die beiden Diensträume waren sehr klein. So erfolgte nach langer Planung im November 1993 der Umzug in ein neu errichtetes, wetterdiensteigenes Gebäude in die südliche Feldmark des Ortsteils Geismar, etwa zwei Kilometer östlich des Leinetals, gelegen auf 167m über NN.

Seit Juli 2005 heißt die Beobachtungsstation in Göttingen wieder „Wetterwarte Göttingen“ (Wewa), weil hauptamtliches Personal die Messungen und Beobachtungen durchführt. Nur noch automatisch betriebene Standorte werden als „Wetterstation“ (Wst.) bezeichnet.

Im Jahr 2007 wurde das Messfeld mit modernster Messtechnik ausgestattet und nach den aktuellen Vorgaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) neu angeordnet.