Wibbecke

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Wibbecke ist in Urkunden erstmals um 1008-1009 genannt. Die Schenkungsurkunde des Klosters Corvey verzeichnen folgenden Eintrag: „Bernhard übertrug für seinen Sohn Brun 1 Familie in Wibbecke“.

Der Ortsname soll durch einen durch Wibbecke verlaufenden, heute größtenteils verrohrten Bach, der den Namen Beeke trägt, entstanden sein (wippende Beeke). Die Forschungen deuten auch bei der Silbe "becke" auf diesen Ursprung hin, die Vorsilbe "Wig" aber auf einen Baum, die Ulme -in etwa "Bach an den Ulmen". Aus dem ursprünglichen Namen Wigbeke wurde später Wibbecke. 1342 ging Wibbecke in den Besitz der Herren von Adelebsen über, die Anfang des 13. Jahrhundert von Wibbecke nach Adelebsen gezogen waren, um dort die heutige Burg Adelebsen zu errichten, welche Mitte des 13. Jahrhunderts fertiggestellt wurde, um die in Sichtweite des Hauses befindlichen Verkehrswege zu kontrollieren. Von da an nannten sich die Herren von Wicbeke die von Adelebsen (Adelevessen). Wibbecke gehörte von Anfang an zum Patrimonialgericht Adelebsen. Geschichtlich gesehen soll Wibbecke daher älter als Adelebsen sein. Dieses ist aber nicht urkundlich belegbar.


Wibbecke hat knapp 350 einwohner. 1987 wurde bei der Niedersächsischen Agrarstrukturverwaltung die Aufnahme in das Dorferneuerungsförderungsprogramm beantragt. Seit 1999 befindet sich Wibbecke in diesem Programm. 2004 wurde mit der ersten Maßnahme begonnen: der Umbau der Kreuzung „An der Beeke" und „Dreibrunnenstraße".

Im Altdorf steht an der höchsten Stelle eine zweistöckige Kapelle (Kirche) im romanischen Stil. Sie war Teil eines befestigten Hauses, welches der Stammsitz der Herren von Wicbeke gewesen sein soll. Der Hof heißt bis heute im Ort noch die „Drakenburg".

Wappen

Die Feldfarben sind dem Wappen der Familie von Adelebsen entnommen, in deren Besitz der Ort Wibbecke 1342 kam. Das Haspelrad deutet auf Flachsbau und Flachsbearbeitung.