Wilhelm Eduard Weber

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Professor für Physik
Weber.jpg
Wilhelm Eduard Weber

Wilhelm Eduard Weber wurde am 24. Okotber 1804 in Wittenberg als Sohn des Theologieprofessors Michael Weber geboren. Er studierte in Halle, und veröffentlichte in dieser Zeit auch sein Hauptwerk "Wellenlehre, auf Experimente gegründet" in Leipzig. Mit einer Arbeit über die Theorie der Orgelpfeifen habilitierte er sich. Weber folgte 1831 dem Ruf nach Göttingen und wurde an der Georg-August-Universität Professor für Physik.

Eine enge Freundschaft verband ihn während seiner Göttinger Zeit mit Carl Friedrich Gauß, mit dem er lange zusammen arbeitete: Gemeinsam konstruierten sie 1833 den ersten elektromagnetsichen Telegraphen. Mit zwei Kupferdrähten, die sie über die Dächer von Göttingen legten, vermittelten sie Ostern 1833 den ersten telegraphischen Verkehr zwischen dem Institut für Physik und dem Observatorium der Sternwarte. 1836 gründete Weber gemeinsam mit Gauß und Alexander von Humboldt den Magnetischen Verein.

1837 protestierte er als einer der Göttinger Sieben gegen die Aufhebung der Verfassung von Hannover durch den König Ernst August und wurde entlassen. Er folgte zunächst 1842 einem Ruf nach Leipzig, wurde aber 1849 auf das Drängen Gauß' nach Göttingen zurück berufen. Hier forschte er weiter auf dem Gebiet des Elekromagnetismus. 1886 wurde Weber Ehrenbürger der Stadt. Er lebte unter anderem in der Gotmarstraße, in der Unteren Maschstraße sowie in der Oberen Maschstraße. Von 1851 bis zu seinem Tod wohnte er im Gartenhaus der Jüdenstraße 40. Wilhelm Eduard Weber starb 1891 und liegt auf dem Stadtfriedhof begraben.

Nach Weber ist in Göttingen die Wilhelm-Weber-Straße benannt.