Wilhelm und Jacob Grimm: Unterschied zwischen den Versionen

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== Kindheit und Studienzeit ==
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Jakob Grimm (rechts) wurde am 4. Januar 1785 in Hanau geboren, sein Bruder Wilhelm am 24. Februar 1786 ebenfalls im Hessischen Hanau. Ihre Eltern Philip Wilhelm und Dorothea hatten neuen Kinder, von denen allerdings zwei als Säuglinge starben. Ihre Jugend verbrachten Wilhelm und Jacob in Steinau.
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1798 besuchte Jacob die Philipps-Universität in Marburg. Sein Bruder folgte ihm ein Jahr später. Die wissbegierigen Brüder durften in der Privatbibliothek ihres Lehrers Friedrich Carl von Savigny stöbern und beschäftigten sich dort mit Schriften der Romantik und dem Minnesang. Besonderen Einfluss übten die Ansichten über die Dichtung der Völker aus von Johann Gottrfied von Herder auf die Studenten aus.
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== Kinder- und Hausmärchen ==
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Auf Anregung von Achim von Arnim und Clemens Brentano begannen die Wilhelm und Jacob Grimm nach ihrem Studienabschluss 1806 Sagen und Märchen in Kassel zu sammeln, indem sie überwiegend mündlich überlieferte Stoffe verschriftlichten, sie aber auch stark überarbeiteten und sie in Ausdruck und Form glätteten. Weihnachten 1812 veröffentlichten sie den ersten Band ihrer Sammlung unter dem Titel "Kinder- und Hausmärchen". 1815 konnten sie den zweiten Band vorlegen, 1819 wurde der erste Band stark überarbeitet, um die als anstößig empfundenen erotischen Anspielungen zu beseitigen.
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|Deutsche Grammatik|
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In die Kasseler Zeit der Grimms fällt auch Jacob Grimms Arbeit an der "Deutschen Grammatik" - eine schematische Beschreibung des Aufbaus der zeitgenössischen Sprache. Im ersten Band behandelt er die Flexion, das zweite die Wortbildung. Das umfangreiche Werk bezieht sich auf sämtliche indogermanische Sprachen, ihre geschichtliche Entwicklung und Zusammenhänge. Jacob Grimm verfolgte als einer der Ersten nicht nur die Entwicklung der  Sprachen, sondern auch die Gesetze des Lautwechsels bei Vokalen und Konsonanten. In Göttingen veröffentlichte er 1835 zwei weitere Bände der "Deutschen Grammatik". 
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== [[Göttingen]] ==
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1830 wurde Jacob ordentlicher Professor an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]]. Wilhelm arbeitete als Bibliothekar, bevor auch er 1835 zum Professor berufen wurde. 1838 begannen die Brüder ihre gemeinsame Arbeit am “Deutschen Wörterbuch“. Durch die Erforschung der deutschen Kulturgeschichte, wollten sie die damaligen deutschen Kleinstaaten vereinen. Außerdem publizierten sie politische Schriften und arbeiteten daran mit, die Menschrechte in Deutschland zu formulieren.
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1837 wurden sie, als zwei Mitglieder der [[Göttinger Sieben]] des Landes verwiesen, weil sie gegen die Aufhebung des Grundgesetzes protestierten.
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|Leipzig|
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Doch sie fanden Zuflucht in Leipzig, wo ein Komitee von Bürgern, den entlassenen Professoren die Gehälter aus Spendengeldern vorerst weiter bezahlten. In Leipzig konkretisierte sich auch der Plan, das "Deutsche Wörterbuch" als Sammlung sämtlicher Wörter und ihrer Entstehung zu gestalten. Für dieses Großprojekt mussten die Brüder allerdings eigene Pläne und laufende Arbeiten zurück stellen.
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== Berlin ==
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Unmittelbar nach seiner Amtübernahmen holte der preußische König Wilhelm Friedrich die Brüder nach Berlin, wo sie über zwanzig Jahre, bis zu ihrem Tod lebten und forschten. Wilhelm starb 1859, Jacob 1863.
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[[Kategorie:Göttinger Sieben]]
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[[Kategorie:Universitätsprofessor]]
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[[Kategorie:Wissenschaftler/Wissenschaftlerin]]
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Aktuelle Version vom 29. April 2007, 20:07 Uhr